Eine kleine Kripperlroas durch meine Schätze aus der ganzen Welt

Seit vielen Jahren und in den letzten 20 Jahren immer intensiver, sammle ich kleine Weihnachtskrippen, die am Christbaum hängen können oder in der Adventzeit in einer Vitrine im Wohnzimmer präsentiert werden. Dafür muss in dieser Zeit sogar ein Teil meiner Modellautos auswandern. Einige dieser total unterschiedlichen Schätze möchte ich hier zeigen.

Bild: Kleine Krippen als Christbaumbehang

Mir geht es dabei nicht darum, etwas materiell Wertvolles zu sammeln, viel wichtiger ist, dass ich mit den meisten meiner Stücke eine Erinnerung oder Stimmung verbinde.

Aber zuerst etwas zur Geschichte der Weihnachtskrippe

Eine Weihnachtskrippe ist eine szenische Darstellung der biblischen Weihnachtsgeschichte, die die Geburt Jesu Christi, traditionell aus dem Lukasevangelium, zeigt, zumindest mit den Figuren von Maria, Josef und dem Jesuskind in der Krippe. Ochs, Esel, Hirten und die Heiligen Drei Könige kamen später dazu.

Der „Erfinder“ soll Franz von Assisi im Jahr 1223  gewesen sein. In dieser Zeit konnten die meisten Menschen weder lesen noch schreiben und so war die Idee, ähnlich wie bei den Fresken in den Kirchen, den Menschen bildlich die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesu näher zu bringen. Er stellte daher mit Hilfe von Tieren und Menschen in der Nähe des Klosters Greccio eine lebendige Krippe dar.

Der Siegeszug bis heute war zwar möglicherweise gottgewollt, aber trotzdem nicht so selbstverständlich. Erst 1562 bauten die Jesuiten in Prag eine Weihnachtsszene mit Figuren auf und so die erste Krippe im heutigen Sinn. Speziell während der Gegenreformation wurden Weihnachtskrippen durch die Orden der Jesuiten, Serviten und Franziskaner gefördert.

„Das ganze ist so geschickt arrangiert, dass das Frömmigkeitsgefühl der Beschauer aufs lebhafteste erregt wird. Sie glauben dem wunderbaren Ereignis selbst beizuwohnen, mit eigenen Ohren das Wimmern des Kindes und die himmlische Musik zu hören, mit eigenen Händen die Windeln zu ertasten, und ein Schauer erfasst sie.“ – Philippe de Berlaymont, 1619 (Zitat aus Wikipedia)

So sollten damals die Menschen in den Bann gezogen werden und die Krippen waren in der Adventzeit ein wichtiger Teil der Verkündigung in der katholischen Kirche. Aber jede Bewegung schlägt irgendwann in die andere Richtung um.

Und wie so oft bewirken Verbote genau das Gegenteil  dessen was sie sollten. So wurden unter Kaiserin Maria Theresia und Joseph II. die Weihnachtskrippen durch mehrere Verbote aus den öffentlichen Gebäuden, also vor allem aus den Kirchen, verbannt. Aber erst dadurch erhielten die Weihnachtskrippen Einzug in den privaten Bereich und das blieb auch so, nachdem die Verbote nach recht kurzer Zeit wieder aufgehoben wurden.

Mehr Details bringe ich im nächsten Jahr zur geeigneten Zeit in einer Blogserie zu den Bräuchen im Jahreskreis, die ich in meiner Familie und Umgebung seit meiner Kindheit bis heute erlebt habe.

Eine Kripperlroas

Für meine nichtösterreichischen Leserinnen und Leser: Eine Kripperlroas („Krippen-Reise“) ist im österreichischen Alpenraum eine gemütliche Wanderung zu verschiedenen Weihnachtskrippen in einem Dorf. Hier in meinem Blog ist es mehr ein virtuelles „Kripperl-Hopping“, das aber nicht weniger besinnlich sein soll. Es führt fast durch die ganze Welt, aber es muss für nächstes Jahr auch noch etwas übrig bleiben.

Mallorca

Mallorca ist nicht nur der Ballermann, diese Insel im westlichen Mittelmeer hat auch sonst noch viele versteckte, nicht so bekannte oder doch von vielen besuchte Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist die Kathedrale von Palma, La Seu, dieser katalanische Ausdruck bedeutet „der Bischofssitz“. Neben einem der größten Rosettenfenster der Welt mit fast 14 Metern Durchmesser und dem beleuchteten Baldachin in Form einer Dornenkrone über dem Altar, der zumindest von Antonio Gaudi begonnen wurde, ist auch das Museum für sakrale Kunst einen Besuch wert. Dabei haben wir eine prachtvolle Krippe gekauft, die ich euch nicht vorenthalten will.

Sizilien

Sizilien ist neben Citrusfrüchten, Pistazien und dem Vulkan Ätna berühmt für seine farbenfrohen, handbemalten Keramikfliesen, besonders aus der Hochburg Caltagirone. Bei unserer Sizilien-Rundreise 2023 sind wir zwar dort nicht gewesen, ich habe aber eine besonders schöne Krippen-Fliese in Trapani gekauft.

Da das nicht die einzige geblieben ist, habe ich im Epilog meines damaligen Sizilien-Blogs auch alle gezeigt:

Sizilien 11 Epilog – Sizilien ist mehr als eine Reise wert

Peru

Diese Krippe, die zu meinen kleinsten gehört, stammt von den Urus auf ihren schwimmenden Inseln aus Totora-Schilf am Titicacasee, die wir im Zug unserer Perureise im Jahr 2019 besucht haben. Die 5 cm lange und 3 cm hohe Darstellung einer Uru-Familie mit zwei Schafen auf einer Strohinsel und zeigt in ihrer Einfachheit den Volksglauben dieses indigenen Stammes.

Österreich

Man muß nicht unbedingt in die weite Welt hinaus, auch ganz nah gibt es immer wieder Schätze zu entdecken. In meinem Heimatort Enzesfeld-Lindabrunn findet jedes Jahr an zwei Advent-Wochenenden ein stimmungsvoller Christkindlmarkt rund um die Spitalskirche statt. Neben den Hütten zum Essen und Trinken rund um die Kirche stellen im Inneren auch Hobbykünstlerinnen und -Künstler aus. Dabei haben wir vor einigen Jahren bei einer Bekannten eine moderne Krippe aus Zementguss entdeckt, die uns in ihrer Schlichtheit noch immer fasziniert.

Deutschland

Ein Miniaturformat einer Art Kasten- oder Fasskrippe habe ich 2024 auf meinem Weg mit dem Motorrad in den Schwarzwald entdeckt. Von meiner damaligen Fahrt erzähle ich hier:

Anreise und Treffen mit Freunden

Der Ort Oberammergau liegt an der Strecke der Deutschen Alpenstraße, daher konnte ich mir damals neben einer Eiskaffee-Pause gegenüber des Passionsspielhauses auch die berühmte Lüftlmalerei und die Krippenschnitzkunst ansehen. Dabei habe ich diese kleine geschnitzte Krippe am Bild unten gefunden.

Peanuts

Es gibt natürlich auch Krippen, die nicht so ernst zu nehmen sind, aber trotzdem viel Freude machen, wenn man sie mit einem Augenzwinkern betrachtet. Dazu gehört eine Krippe aus Peanuts Figuren, die ich im Online-Handel gekauft habe.

Mit diesen Bildern wünsche ich euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Anreise und Treffen mit Freunden

Warum ruft der Schwarzwald gerade jetzt?

Das ist eine längere Geschichte, die schon im Jahr 2012 begann. Damals fragte Freund U. mich und einige weitere Bekannte, ob wir ihn bei einem Bikertreffen seiner Firmenkollegen bei uns in Lindabrunn als Guide unterstützen möchten. Rund 100 Biker kamen, die meisten aus der Gegend um Hamburg, und wir zeigten ihnen, dass es im südlichen Niederösterreich und im Mariazeller Land auch viele schöne und kurvige Motorradtouren gibt.

Das wurde 2017 wiederholt und ich besuchte sie dazwischen auch noch in Mecklenburg-Vorpommern und an der Mosel. Seitdem war es zeitlich nicht mehr möglich, aber jetzt als Pensionist ist die Zeiteinteilung doch einfacher geworden. 2024 fand dieses Treffen in Bad Herrenalb im Schwarzwald statt.  So beschloss ich, beim Hinweg die Deutsche Alpenstraße zu erkunden und am Rückweg einige große Automuseen zu besuchen. Daher wurde aus einem Wochenende eine 9-Tagestour, an der ihr virtuell teilnehmen könnt.

Der erste Teil handelt von der Hinfahrt und vom Treffen in Bad Herrenalb,  im zweiten Teil erzähle ich von der Rückfahrt und den Stopps in einigen süddeutschen Automuseen.

Tag 1 – Von Enzesfeld nach Hallein

Den ersten Tag meiner viertägigen Fahrt in den Schwarzwald kann man getrost abhaken und beinahe den Mantel des Vergessens darüber breiten. Von den 320 km nach Hallein waren nur die ersten 50 bis kurz vor St.Pölten sonnig und trocken, ab da war die Regenkombi, die ich mir an einer Tankstelle in der Autowaschbox (dort war es trocken) angezogen habe, Gold wert.

Die Strecke bis Haag nahm ich auf der Autobahn, dann ging es weiter nach Steyr und dann nach Gmunden. Die Straße über die Großalmhöhe vorbei am Taferlklaussee brachte mich an den Attersee und von dort ging es weiter an den Mondsee, vorbei an St.Gilgen am Wolfgangsee an den Fuschlsee und dann von Faistenau über die schmale Straße durch die Strubklamm nach Hallein. Der Teil von Gmunden bis Hallein ruft nach Wiederholung bei besserem Wetter, ich denke da werde ich im nächsten Jahr eine 2-Tagesrunde dafür organisieren.

In Hallein war es dann trocken, daß ich nach meinem mexikanischen Abendessen im Hotelrestaurant Tepito noch eine Runde über die Pernerinsel und die Altstadt gehen konnte.

Tag 2 – Von Hallein nach Bad Tölz

Gleich nach dem Frühstück startete ich los und fuhr über den Dürrnberg vorbei am Salzbergwerk auf die Roßfeldpanoramastraße. Nach der Mautstelle führten die schön ausgebauten Kurven auf 1570 m Höhe wo ein herrlicher Rundblick über das gewaltige Bergmassiv des Hohen Göll, den Kehlstein, das Tennen- und Dachsteingebirge, den Untersberg sowie über das Berchtesgadener und Salzburger Land überwältigte.

Im Hans-Peter Porsche Traumwerk

Da die Strecke zwischen Berchtesgaden und Inzell wegen Bauarbeiten gesperrt war und ich nicht über das wohlbekannte kleine deutsche Eck fahren wollte, legte ich kurz nach Bad Reichenhall einen Zwischenstopp in Anger im Hans-Peter Porsche Traumwerk ein. Das ist ein Museum, das kleine und große Kinderherzen höher schlagen läßt.

Der erste Teil widmet sich dem Blechspielzeug, wo von Dampfmaschinen und Lokomotiven über Landschaften bis zu Schiffen alles gezeigt wird, was damals exklusiv und für den Durchschnittsbürger meist unerschwinglich war. Porsche und VW-Modelle dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Eine Modelleisenbahnanlage der besonderen Art

Im zweiten Teil fährt die Modellbahn durch Deutschland, Österreich und die Schweiz in gut 2,7 Kilometern und in 17 Minuten durch einen Tag. Was mich als Niederösterreicher mit einer Schweizer Ehefrau besonders fasziniert hat, der Bahnhof Breitenstein am Semmering mit dem Viadukt bei der Kalten Rinne, unter dem man als Motoradfahrer im südlichen NÖ auf jeden Fall schon durchgefahren sein muss, liegt gleich neben dem Schweizer Gotthard-Massiv mit dem neuen Basistunnel, durch den wir schon mit der Bahn gefahren sind und der Tremola, die noch für Juli auf meinem Motorradtourplan steht.

Und doch noch Porsches

Der dritte Teil widmet sich den Porsches in Originalgröße, immer in Form einer Sonderausstellung, derzeit geht es einerseits um das Gaisberg-Rennen, das den 95. Geburtstag feiert, mit seinen Fahrzeugen und Fahrern und Fahrerinnen. Andererseits werden gerade die 60er Jahre mit ihren Designs und Erscheinungen vom Minirock und Flowerpower und natürlich dem 911er aus dieser Zeit vorgestellt.

Weiter auf Umwegen Richtung Westen

Nach einer Gulaschsuppe im gemütlichen Gastgarten ging es wieder weiter, wobei mich das Navi unbedingt auf die deutsche A8 bringen wollte, weil ich vergessen hatte, Autobahnen auszuschließen.

Nach einer weiteren Sperre bei Siegsdorf, die ich über winzige Bergsträßchen durch einen Ferienwohnpark umfuhr um wieder auf die Straße Richtung Inzell zu kommen, war mein Navi vollends verwirrt. Dabei war ich auch froh, daß mir die beiden Unimogs der Straßenbaufirma nicht in einer der engen Haarnadelkurven, sondern erst danach begegneten.

Nach Reit im Winkel und dem unscheinbaren Masererpass führte es mich noch korrekt nach Bernau am Chiemsee und dann nach Aschau. Bald danach fuhr ich aber an der Abzweigung Richtung Samerberg, wo ich sehr gerne gefahren wäre, vorbei und kämpfte mich dann irgendwie nach Unteraudorf durch, wo ich wieder auf meiner geplanten Route landete.

Übrigens, die Ortschaft am Schild im Bild unten ist die, bei der ich eigenartigerweise in den letzten Tagen aus allen Richtungen immer wieder vorbei kam.

Vom Tatzelwurm zum Tegernsee

Hier beginnt der mautfreie Teil der Tatzelwurmstraße, die sich in vielen kleinen Kurven bis zum Parkplatz beim Wasserfall hinaufwindet. Wenn man schon da ist, kann man mit ein paar Minuten Fußweg dieses Naturschauspiel bewundern.

Der anschließende Sudelfeldpass begann gleich mit einer 60er Geschwindigkeitsbeschränkung und Querstreifen, die einen rüttelnd daran erinnerten und so den Fahrspass in Grenzen hielten. Dafür ging es dann am Schliersee vorbei in einer kilometerlangen 50er Baustellen-Beschränkung ohne sichtbare Arbeiten, wobei mich dort trotz meiner eh recht großzügigen Auslegung des Limits ein deutscher Kollege locker mit der doppelten Geschwindigkeit überholte.

Am Tegernsee staute es sich dafür, bis ich durch den Kreisverkehr kam und ich gegen den Strom Richtung Südufer meiner Route folgen konnte. Nach Wildbad Kreuth ging es kurz über die österreichische Grenze und dann vorbei am Sylvensteinspeichersee über Lenggries zum Hotel in Bad Tölz, wo dann der Tag nach rund 360 Kilometern bei einem Burger für den kleinen Hunger endete.

Tag 3 – Von Bad Tölz nach Bludenz

Es schüttete um 6 Uhr am Morgen, um 7 Uhr regnete es so dahin und dann wieder stärker und hörte dann auf. Während ich mich nach dem Frühstück umzog, kam auf einmal die Sonne durch und innerhalb weniger Minuten war der Himmel strahlend blau. Ich packte die Regenkombi wieder ins Topcase und freute mich auf einige trockene Kilometer.

Den Kesselberg muss man gefahren sein

Bald erreichte ich den Kochelsee, wo es vorbei am Westufer zum Kesselberg geht, der ja irgendwie ein Mythos ist. In Kochel, vor der Abzweigung zum Pass, fand gerade die Fronleichnamsprozession statt, leider fand ich keinen guten Platz zum Stehenbleiben und Fotografieren. Aus einer Totalsperrung des Passes für Motorräder wurde eine Sperre von Montag bis Freitag von 15:00 bis 22:00, was das „Afterwork-Hatzerl“ unterbindet. Dabei gibt es noch eine 60er Beschränkung und in vielen Kurven eine Teilung der Straße mit Warnbaken, was den Fahrspass erheblich einschränkt. Der Blick über den Kochelsee war trotzdem grandios.

Sprungschanze, Schaukäserei, Lüftlmalerei und Passionsspiele

Vom Walchensee ging dann meine Tour weiter über Garmisch-Partenkirchen direkt neben der Sprungschanze vorbei Richtung Ettal mit der  berühmten Benediktinerabtei und der Schaukäserei nach Oberammergau, wo alle 10 Jahre, das nächste Mal 2030, die Passionsspiele stattfinden. Die berühmte Lüftlmalerei konnte ich auf einem kleinen Rundgang durch den Ort genauso bewundern wie die allgegenwärtige Schnitzkunst. So konnte ich auch meine Krippensammlung um ein kleines Stück aus Oberammergau ergänzen.

Nach einem Kaffee ging es noch immer bei Sonnenschein weiter Richtung Schwangau. Wenn man schon daran vorbeifährt, muß man der Burg Neuschwanstein natürlich auch einen Fotostopp gönnen, es war ja nur ein Mini-Umweg.

Dabei flitzte ein eigenartiger Fiat 500 mit stark verschmälerter Hinterachse vorbei, der meine Aufmerksamkeit erweckte. Es ist ein Umbau zu einem Quasi-Dreirad, das führerscheinfrei ab 16 Jahren gefahren werden kann. Mehr Details findet ihr im Link unten.

Im flachen Alpenvorland ging es dann weiter über Füssen, bis es zu regnen begann. Ich konnte mich in Nesselwang gerade noch unter das Dach einer Tankstelle retten, bevor ein Gewitter mit Donner und Blitz niederprasselte. Nach fast einer Stunde erst wurde der Regen weniger und ich schlüpfte in meine Regenkombi und startete wieder. Aber schon am Oberjoch wurde der Regen weniger und nach gut 40 Kilometern am Riedbergpass kam wieder die Sonne durch, der Asphalt dampfte und trocknete wieder auf und die Kurven machten ohne viel Verkehr Riesenspass.

Leider zu früh gefreut

Auf österreichischem Boden wurde der Regen leider wieder stärker und stärker, sodaß ich in Hittisau im tollen Gasthof Krone Pause machen wollte, aber auf einmal tröpfelte es nur noch und ich fuhr weiter, um mir das Heraus- und Hineinwinden in die Regenkombi zu ersparen. Leider leitete mich das Navi ins wunderschöne Bödele (oder ich bog einfach falsch ab), der Regen wurde stärker und ich sah auf einmal den Bodensee und stellte fest, daß ich statt in Bludenz oberhalb von Dornbirn landete. Da ich von nassen Kurven genug hatte, nahm ich den Weg über die Rheintalautobahn bis Bludenz, der mir im Regen mit dem Motorrad viel weiter vorkam als sonst mit dem Auto bei Schönwetter.

Das Hotel Löwen empfing mich mit einem großen Zimmer und einer heißen Dusche und ich konnte den Tag im Hotelrestaurant mit einer Vorarlberger Spezialität, nämlich Käsknöpfle in der Pfanne mit Salat mit einem ebenfalls lokalen Fohrenburger Bier und Panna Cotta entspannt beenden. Dabei kam die Sonne auch nochmals heraus und zeigte die Stadt von der schönsten Seite.

Tag 4 – Von Bludenz nach Bad Herrenalb

Es begann schon vor dem Frühstück mit Regen. Bei meinem kleinen Morgenspaziergang durch die Bludenzer Altstadt zeigten die Wolken, die an den Bergen um die Stadt hingen, daß sich daran auch nicht viel ändern würde. Ich zog mir daher gleich im Hotelzimmer die Regenkombi über und sollte bis zur Ankunft in Bad Herrenalb froh darüber sein, denn von den fast 360 Kilometern hatte es 280 nur geschüttet, wodurch Fotostopps obsolet und mein Tagesbericht umso kürzer wurden.

Der Abend und Tag 5 – Treffen mit Freunden

Ich war dann um 19:30 der letzte, der angekommen war, aber anscheinend auch der mit der längsten Anreise. Da schon alle im Speisesaal versammelt waren, schälte ich mich rasch aus Regenkombi und Goretex Jacke und Hose und verteilte alles im Zimmer zum Trocknen und stieß zu den anderen, um noch etwas vom Buffet zu ergattern, was überhaupt kein Problem war.

Nach einigem Suchen erkannte ich einige noch bekannte Gesichter, 7 Jahre sind in diesem Fall doch eine recht lange Zeit und es sind viele nicht mehr dabei und natürlich viele für mich neue Teilnehmer. Wir frischten Erinnerungen auf und genossen den Abend bei dem einen oder anderen Bier, für das das Orga-Team einen Sponsor in einer befreundeten Fima gefunden hatte.

Der Samstag ist der traditionelle Tourtag für alle, doch wetterbedingt entschieden sich einige, so auch ich, eine Pause einzulegen. Nach einem Gruppenfoto mit den Bikes am Rathausplatz starteten die Guides mit ihren Gruppen los.

Das Wetter war dann aber doch besser als angekündigt und so machte ich eine Runde zu Fuß durch das Klosterviertel und den Kurpark von Bad Herrenalb, bevor ich wieder im Hotel relaxte. Ein paar Bilder aus der Gegend des ehemaligen Zisterzienserstiftes, der Altstadt und des Kurparks will ich euch nicht vorenthalten.

Vor dem Abendessen versammelten wir uns nochmals in der Hotelhalle zu einem Gruppenfoto und freuten uns, dass alle wenn auch nass, aber heil zurück gekommen waren. Das Hotel hatte eine tolles Buffet vorbereitet und vom Getränkesponsor gab es anschließend nochmals ein Bier und einen Schnaps für alle.

Organisator B. ließ die letzten Tage nochmals Revue passieren und ließ mich als den Teilnehmer mit der weitesten Anreise hochleben. Ich nützte die Gelegenheit um alle Teilnehmer, die einmal in Lindabrunn dabei waren, um ein gemeinsames Foto zu bitten um Freund U., der hier nicht dabei sein konnte, damit zu überraschen. Es fanden sich noch rund 30 Bikerinnen und Biker dafür (ein paar waren zu spät, mit denen machte ich noch ein extra Selfie) und U. hatte sich sehr drüber gefreut.

Obwohl es meist nicht ganz einfach ist, fand dann B. mit der Unterstützung und den Überredungskünsten von Mastermind R.B. das Organisationsteam für das 25. Bikertreffen, das damit in Schleswig-Holstein stattfinden soll. Nach wichtigen Benzin- und Planungsgesprächen an der Hotelbar war es dann an der Zeit, sich zu verabschieden, der Heimweg am Sonntag versprach ja wieder sehr feucht zu werden und das Bikertreffen 2024 war damit zu Ende.

Links

https://www.salzkammergut.at/oesterreich-poi/detail/401537/strubklamm.html

https://www.rossfeldpanoramastrasse.de/de/

https://www.traumwerk.de/

https://www.traumwerk.de/triumpfe-am-berg-95-jahre-gaisberg-rennen/

https://www.motorradonline.de/ratgeber/streckensperrung-kesselberg-fahrverbot/

https://www.passionsspiele-oberammergau.de/de/startseite

https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2016/3/Lueftlmalerei_Mittenwald_Oberammergau.php

https://www.neuschwanstein.de/

https://www.fuessenaktuell.de/index.php/2018/03/dreirad-auto-16-jaehrige/

https://www.badherrenalb.de/de/freizeit/umgebung/das-klosterviertel-bad-herrenalb-id_161/