Auch der Maiaufmarsch mit Fackelzug gehört zu den Traditionen nicht nur in Niederösterreich, sondern in ganz Österreich und in vielen Ländern der Welt. In meiner Kindheit und Jugend gab es diese Veranstaltung in den meisten Gemeinden und war auch für jemanden, der wie ich die Sozialdemokratie nur von außen betrachtete, ein beeindruckendes Ereignis. Aus diesem Grund habe ich es auch in meine Blogreihe zu den Bräuchen aus meiner Erinnerung aufgenommen.
Der 1. Mai war ursprünglich ein Feiertag der Arbeiterbewegung, der aus dem Kampf für den 8-Stundentag entstand. 1890 machten Arbeiter zum ersten Mal mit weltweiten Massendemonstrationen unter dem Motto „Heraus zum 1. Mai“ auf ihre Anliegen aufmerksam – auch in Österreich gingen die Menschen auf die Straße. Ab 1891 wurden diese Aufmärsche von der Arbeiterbewegung international durchgeführt.
Nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1919, wandelte sich der Feiertag gegen den Staat zum Staatsfeiertag. Für die Sozialdemokratie bedeutete der 1. Mai damit eine Bestätigung ihrer staatstragenden Funktion; der radikalen Linken und den Kommunisten war er immer viel zu sehr Feiertag und zu wenig Kampftag. Seit 1926 führt der Maiaufmarsch über die Wiener Ringstraße, das architektonische Zentralsymbol des Wiener Bürgertums.
Während des Ständestaats und der anschließenden Nazi-Diktatur waren die Maiaufmärsche verboten, ein Feiertag blieb er trotzdem, die Ideologie dahinter änderte sich aber dem jeweiligen Regime entsprechend.
Der erste Maiaufmarsch nach 1945 fand aber bereits am 1. Mai 1945 in Wien statt, kurz nach der Befreiung Österreichs, und wurde von KPÖ, SPÖ und ÖVP gemeinsam organisiert, um die Wiederherstellung der Demokratie und die Interessen der Arbeitnehmer zu feiern, auch wenn die Einheit durch den aufkommenden Kalten Krieg schnell zerbrach und ab 1946 getrennte Aufmärsche folgten. Seit 1949 ist der 1. Mai wieder ein offizieller Staatsfeiertag.
Der Wiener Maiaufmarsch hatte 1890 noch rund 100.000 Teilnehmer. Er war dann in meiner Wiener Zeit zwischen 1980 und 1990 für mich etwas aus der Zeit gefallen, nachdem es ein offenes Geheimnis war, dass die Gewerkschaften sanften Druck ausübten, damit möglichst viele Mitarbeiter der Gemeinde Wien und der staatsnahen Betriebe auch daran teilnahmen. Meine damalige Freundin und spätere Ehefrau sah das als Schwesternschülerin am damaligen Wilheminenspital (heute Klinik Ottakring) nicht so eng und ging nicht mehr hin. Da das immer mehr taten, führte es dazu, dass heute laut Polizei nur noch einige 1.000 Teilnehmer den Weg zum Ring und vor das Rathaus finden. Die Attraktivität der SPÖ, aber auch aller anderen etablierten Parteien nimmt leider immer mehr ab, was sich natürlich auch beim Maiaufmarsch zeigt.
Noch in den 1960er Jahren erinnerten aber die klassenkämpferischen Slogans beider Seiten an die Zeiten des unsäglichen Bürgerkrieges im Jahr 1934. So war es nicht verwunderlich, dass wir daheim in Kienberg die damaligen Aufmärsche nur sehr weit aus der Ferne beobachteten. Die Fahnen mit der Blasmusik voraus hatten für mich immer etwas von einer anderen Welt.
In den 1970er-Jahren wurde wahrscheinlich die Anzahl der Teilnehmer immer weniger, der Maiaufmarsch in Kienberg wurde eingestellt und es gab ihn nur mehr in Gaming, den ich aber nie gesehen habe.
Als wir 1990 nach Enzesfeld kamen, war der Maiaufmarsch mit Fackelzug noch eine Großveranstaltung in diesem von Industrie und Arbeiterbewegung geprägten Ort. Aber auch hier verlor er immer mehr an Attraktivität und so wird er seit vielen Jahren nur mehr als Gemeinschaftsveranstaltung mehrerer SPÖ-Organisationen in Hirtenberg abgehalten. Ein äußeres Symbol ist das Mai-Abzeichen, das auch bereits seit 1890 jedes Jahr neu aufgelegt wird. Ich habe zwar einige davon im Sinne der guten Zusammenarbeit von meinen SPÖ Gemeinderatskollegen erworben, finde aber leider keines mehr in meinem Fundus.
Vom papierenen Krankenschein über die Plastikkarte bis zur neuesten digitalen e-card vergingen gut 20 Jahre. In diesem Blog beschreibe ich, was die e-card kann und was nicht und wie einfach die digitale Version installiert wird.
Die e-card hat sich seit ihrer Einführung im Jahr 2005 bestens bewährt und als Nachweis der Sozialversicherung den alten Papier-Krankenschein abgelöst, an den sich bereits eine ganze Generation nicht mehr erinnern kann.
Seit April 2026 ist die digitale e-card in Österreich als praktische Alternative zur Plastikkarte auf dem Smartphone verfügbar (Das Handy vergisst niemand, die e-card schon manchmal). Sie ist in den Sozialversicherungs-Apps (wie MeineSV, Meine ÖGK, svsGO) integriert und erfordert ein NFC-fähiges Handy sowie eine Anmeldung mittels ID Austria.
Was kann die e-card?
Die E-Card ist der persönliche Schlüssel zum Gesundheitssystem und sichert den Zugriff auf Gesundheitsdaten sowie den Versicherungsnachweis bei den Ärzten.
Mit der e-card wird Ihr Krankenversicherungsschutz bei einem Arztbesuch oder einer anderen medizinischen Behandlung bestätigt. Daher benötiget die Ordinationshilfe vor jeder Behandlung die e-card. Damit kann in der Arztordination elektronisch gesichert geklärt werden, ob und zu welchen Bedingungen (z.B. Rezeptgebührenbefreiung etc.) die Patienten versichert sind.
Sie dient ebenfalls als „Schlüssel“ zur Identifikation und ermöglicht den Zugang zur elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) wenn Sie sich nicht von ELGA abgemeldet haben.
Seit Mai 2009 erlaubt die e-card auch die Meldung und Abmeldung zum Krankenstand
Was kann die e-card nicht?
Weder die physische Karte noch die digitale e-card kann Diagnosen, Krankenakten, Medikamente oder Röntgenbilder speichern. Beide sind nur der Schlüssel zur elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Auf dem Chip ihrer Karte sind und werden keine medizinischen Daten gespeichert.
Die physische e-card hat keine unbegrenzte Gültigkeit (ohne Foto): E-Cards ohne Foto wurden weitgehend gesperrt, wenn kein Foto vorhanden war.
Die e-card ersetzt nicht den Überweisungsschein des Hausarztes zum Facharzt. Leider wurde das bis jetzt nicht umgesetzt. Beim Rezept ist die elektronische Form trotz ursprünglich starker Gegnerschaft bei Ärzten und Apothekern schon lange erfolgreich umgesetzt. Den Überweisungsschein wird Ihnen Ihr Arzt noch immer in Papierform aushändigen. Sie legen diesen dann weiterhin gemeinsam mit der e-card bei der Einrichtung vor, an die Sie überwiesen wurden.
Keine automatische Abrechnungsgarantie bei Systemausfall, das bedeutet, dass Daten nur nachträglich erfasst werden können, wenn das e-card-System beim Arzt einmal offline sein sollte.
Aber auch das elektronische Rezept funktioniert nicht bei Systemausfall, die Apotheke hat nur bei funktionierender Internetverbindung Zugriff darauf, da auch dafür die e-card in beiden Formen nur der Schlüssel zu den Daten ist.
Keine Funktion ohne ID Austria: Die Nutzung der digitalen e-card ist an die ID Austria gebunden und erst ab 14 Jahren möglich. Damit ist sie genau genommen sicherer als die analoge Karte, die theoretisch auch von Unbefugten verwendet werden kann.
Die e-card ersetzt auch nicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) auf der Rückseite für Behandlungen im Ausland.
Sie ist auch nicht selbständig sperrbar bei Verlust: Die digitale e-card kann nicht per Anruf bei der Serviceline gesperrt werden, sondern nur durch Entfernen in der App.
Warum ist für die digitale e‑card eine ID Austria notwendig?
Die e‑card und auch die digitale e‑card sind Schlüssel zu Ihren persönlichen Versicherungs- und Gesundheitsdaten. Diese sind besonders schützenswert und es gelten daher strenge gesetzliche Vorgaben. Damit Ihre Gesundheitsdaten nur von dazu berechtigten Personen aufgerufen werden können, ist für das Hinzufügen und Verwenden der digitalen e‑card eine Identifikation mit ID Austria notwendig.
Was kann meine Ärztin bzw. mein Arzt machen, wenn ich meine digitale e‑card am e‑card Lesegerät in der Ordination benutze?
Durch Verwendung der digitalen e‑card in einer Ordination oder einem Labor geben Sie Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt genau die gleichen Rechte wie mit der physischen e‑card.
Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt erhält Zugriff auf Ihre im e‑card System gespeicherten Versicherungsdaten, auf Ihren e‑Impfpass und auf Ihre e‑Medikationsliste und Ihre e‑Befunde in Ihrer ELGA, sofern Sie sich nicht von ELGA abgemeldet haben.
Was kann meine Apotheke machen, wenn ich meine digitale e‑card am e‑card Lesegerät der Apotheke benutze?
Durch Verwendung der digitalen e‑card in einer öffentlichen Apotheke oder Hausapotheke erteilen Sie genau die gleichen Rechte wie mit der physischen e‑card. Die Apotheke erhält Zugriff auf Ihre offenen e‑Rezepte (sowohl Kassenrezepte als auch Privatrezepte), auf Ihren e‑Impfpass und auf Ihre e‑Medikationsliste in Ihrer ELGA, sofern Sie sich nicht von ELGA abgemeldet haben.
Was kostet mich die e-card?
Ganz gratis ist dieses Service aber auch nicht, egal ob physische Karte oder digitale e-card. Für das Jahr 2027 ist am 15.11.2026 ein Service-Entgelt in Höhe von 26,85 Euro fällig. Dieses Entgelt gilt aber einmal für beide Varianten.
Leider wurde die Befreiung für uns Pensionisten abgeschafft und die Gebühr wird ab dem 15.11.2026 erstmals direkt von der Pensionsversicherung abgezogen.
Wie komme ich zu meiner digitalen e-card?
Dafür sind nur einige wenige Schritte notwendig. Eine bestehende, gültige physische e-card mit Foto ist natürlich die erste Voraussetzung. Voraussetzung ist auch ein NFC-fähiges Handy mit einem sehr aktuellen Betriebssystem. Weiters benötigt man die ID Austria zur Anmeldung. Die Installation der entsprechenden App (z.B. Meine ÖGK, MeineSV) muss ebenfalls erledigt sein, da die digitale e-card dort gespeichert wird.
Ohne zuviel zu verraten, werden heuer zwei Inseln und die französischen Alpenpässe meine Zeit am Motorrad dominieren. Ein paar Eckpunkte dazu beschreibe ich in diesem Blog.
Meine Honda Crosstourer ist wieder zurück vom Service, hat ein neues Pickerl und neue Reifen und ich bin erleichtert, auch finanziell. Aber trotzdem werden die Pläne für die neue Saison immer konkreter in der Umsetzung.
Heuer ist das Mittelmeer im weitesten Sinn fast immer irgendwie involviert. Die Berge werden aber trotzdem nicht zu kurz kommen.
Der Mai steht unter dem Thema „Sardinien“, dem ich mich mit zwei Freunden widmen werde. Vier Tage Anreise durch Slowenien und auch die Toskana bis zur Fähre in Civitavecchia, eine Woche auf Sardinien selbst und dann nochmals eine Woche Rückfahrt über Korsika ins italienische Savona und weiter über einige Dolomitenpässe retour nach Österreich stehen dabei auf unserem Plan.
Der Juni gehört einem Radurlaub am Plattensee, daher wird es nur einige Tagestouren mit dem Motorrad geben.
Im Juli ist wieder meine bereits traditionelle Fahrt in die Schweiz am Programm, wobei mir diesmal der Großglockner hoffentlich nicht entgeht. Dabei habe ich im Schnalstal den Ort Karthaus entdeckt, der aus dem aufgelassenen Karthäuserkloster Allerengelberg entstanden ist. Eines der Messner Mountain Museen sollte sich auch wieder ausgehen. In der Schweiz möchte ich die Habsburg und das Kloster Muri mit der Loretokapelle besuchen, deren Gruft seit 1971 als Begräbnisstätte der Habsburger dient.
Statt des direkten Heimweges möchte ich die RDGA (Route des Grandes Alpes) und die Route Napoléon vom Genfer See bis an die Côte d’Azur fahren. Um nur einige Highlights zu nennen, gehört neben vielen anderen Pässen der Col de l’Iseran mit einer Höhe von 2.770 Metern oder die Verdon-Schlucht westlich von Nizza dazu.
Beim Fahren ist der Weg das Ziel, aber einige Höhepunkte auf der Strecke neben vielen anderen wie die La Grande Chartreuse, das Mutterkloster des Kartäuserordens nördlich von Grenoble oder zu dieser Jahreszeit die Lavendelfelder der Alpes de Haute Provence, möchte ich ebenfalls sehen.
Dazu wird es über den Sommer eine Reihe von Blogs geben, die sich mit den Touren an sich, aber auch mit den Erlebnissen abseits des Motorrads befassen werden.
Ursprünglich sollte er böse Geister vertreiben, dann war der Maibaum bis zur 1848er-Revolution verboten und wurde danach ein Symbol für die neu eingerichteten Ortsgemeinden. Später war er in vielen Teilen Niederösterreichs eher vergessen bis er sozusagen wiederentdeckt wurde. Auch das gehört zu meiner Blog-Serie über Bräuche in Niederösterreich.
Die ersten bekannten Maibäume standen laut dem Buch „Niederösterreich – Eine Spurensuche“ nicht im Dorf, sondern mitten in der Stadt: Chronisten berichten dies 1230 vom Wiener Hof. Maibaum-Feste in den heute bekannten Formen mit Volkstanz und Ähnlichem erfand man erst im 19. und 20. Jahrhundert.
In meiner Kindheit kann ich mich an einen Maibaum nicht erinnern. Erst als ich im Jahr 1981 Obmann der Jungen ÖVP Gaming wurde, haben wir einige Jahre lang einen beim Gasthaus Zechmeister und später bei der Petroleum-Bar in der Pockau aufgestellt. Wir veranstalteten dabei noch das „Maibaum-Kraxeln“, wo die mutigsten jungen Männer, bekleidet mit der kurzen Ledernen, um die Wette den Baum hinaufkletterten. Heute wird der Maibaum von den Gemeinderäten beim Haus der Begegnung in Gaming aufgestellt.
In Lindabrunn wurde der erste Maibaum im Jahr 1999 aufgestellt. Entstanden ist die Idee an der Heurigen-Schank, als ein „Zuagroaster“ fragte, warum es hier keinen Maibaum gäbe. Man beschloss, dass das geändert werden müsse, fuhr gemeinsam in den Wald, suchte einen passenden Baum, schnitt ihn um und entrindete ihn. Dann fuhren die Freunde wieder ins Dorf zurück und stellten den Baum vor dem Feuerwehrhaus auf. Einige Heurigengarnituren kamen rasch dazu, beim Getränkehändler wurden einige Kisten Bier geholt und rasch versammelten sich alle Dorfbewohner um den Baum.
Aufgrund des Erfolges sollte der Maibaum nun jedes Jahr aufgestellt werden. Dafür wurde extra der Brauchtumsverein mit Obmann Martin Stockreiter gegründet und nach einigen Diskussionen mit der Gemeindeführung ist dieser Brauch seither aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Er wird jedes Jahr von einem anderen Waldbesitzer, die heute schon auf einer Warteliste stehen, gespendet, von einigen Mitgliedern des Brauchtumsvereins aus dem Wald geholt und im Beisein der schon bei Getränken und Aufstrichbroten wartenden Bevölkerung aufgestellt. Nach 25 Jahren hat Martin Stockreiter im Jahr 2025 sein Amt an Martin Fürst übergeben.
Der Maibaum wird nach rund einem Monat vom Spender und den Mitgliedern des Brauchtumsvereins umgeschnitten. Doch zuerst wird der Baum im Zuge eines Schätzspiels auf die richtige Länge geschätzt und anschließend für einen guten Zweck „amerikanisch“ versteigert. Das heißt, die oder der letzte, der eine Münze in den herumgereichten Hut geworfen hatte, bekommt den Baum.
Im Jahr 2011 lud ich Verwandte und Freunde auch aus der alten Heimat im Ötscherland zum Heurigen nach Lindabrunn ein, um mit mir den 50er zu feiern. Ein zufälliger Höhepunkt war der am gleichen Tag stattfindende Maibaumumschnitt.
Das Spannende dabei war und ist – nicht nur für die auswärtigen Gäste – ob der Baum wirklich auf der abgesperrten Straße und nicht auf einem Hausdach links oder rechts davon landet. Bis jetzt hat das aber dank umsichtiger Vereinsmitglieder noch immer einwandfrei funktioniert.
Rund 300.000 Zertifikate für die ID Austria laufen in den nächsten Monaten ab.
Das Bundeskriminalamt meldet dazu eine Betrugswelle, bei der Kriminelle den Ablauf digitaler Zertifikate nutzen wollen, um an Ihre Bankdaten zu gelangen. Mit diesem Blog helfe ich Ihnen, das zu verhindern.
Dieses Wissen ist der beste Schutz gegen die aktuellen Phishing-Versuche, die es auf ihre Bankdaten abgesehen haben.
Bedenken Sie: Weder eine Bank noch eine öffentliche Institutionen sendet SMS oder ruft sie ohne ihren vorherigen Kontakt an. Falls Sie trotzdem eine E-Mail oder SMS erhalten haben (könnte 30 Tage vor Ablauf sein), prüfen Sie am besten ausschließlich über die offizielle Seite id-austria.gv.at oder direkt in der App, ob eine Verlängerung tatsächlich notwendig ist.
Was kann ich als ID Austria Benutzer tun?
1. Starten Sie Ihre ID Austria App. Sie können bereits am ersten Schirm den Hinweis zu SMS Betrugsversuchen lesen:
Rufen sie ihr Konto auf (das Icon im unteren Bereich, siehe Bild oben). Scrollen Sie nach unten. Nach Benutzername, Typ und Zertifikatsseriennummer finden Sie „Zertifikat gültig bis:“
3. Einige Wochen vorher (nicht einige Tage oder gar am letzten Tag!) sollten Sie sich um die Verlängerung kümmern. So haben Sie Zeit genug, falls andere gerade die gleiche Idee haben und es nicht auf Anhieb klappt. Sonst heißt es wieder persönlich zum Amt zu pilgern und den Registrierungsprozess neu zu starten!
Die Verlängerung selbst ist kostenlos und erfordert lediglich die Anmeldung mit der bestehenden, noch gültigen ID Austria, um ein neues Signaturzertifikat auszustellen.
Scrollen Sie bis zu „Ich will meine ID Austria verlängern“ und rufen Sie den Button „ID Austria verlängern“ auf.
5. Melden sie sich an und bestätigen sie in der Handy-App den Vergleichswert. Wenn sie das Ablaufdatum ihres Zertifikates überschritten haben, können sie diesen Schritt nicht mehr durchführen und müssen zum Amt für den weiteren Prozess. Darauf werden sie am nächsten Schirm auch noch hingewiesen:
Jetzt können Sie die Daten und die Gültigkeitsdauer Ihrer ID Austria einsehen.
5. Mit österreichischer Staatsbürgerschaft kann über diesen Online-Prozess verlängert werden.
Bei der Verlängerung wird unter Verwendung Ihrer bestehenden qualifizierten Signatur ein neues Signaturzertifikat für fünf Jahre ausgestellt. Ihr altes Zertifikat wird dabei widerrufen, alle bisher signierten Dokumente bleiben gültig. Das müssen sie am nächsten Schirm mit den 3 Haken auch noch bestätigen:
Mit „Weiter“ starten Sie die Verlängerung. Damit haben Sie ihr Zertifikat erfolgreich verlängert, das neue Gültigkeitsdatum finden Sie ganz unten an der von Vorhin bekannten Stelle (in der Regel sind es wieder weitere 5 Jahre).
So brauchen Sie die Phishing-Versuche nicht zu beachten und darauf möglicherweise hineinfallen.
Ohne Österreichische Staatsbürgerschaft trotzdem zum Amt
Wenn Sie keine österreichische Staatsbürgerschaft haben, müssen Sie leider trotzdem zum Amt gehen, was nicht einzusehen ist, da sie ja amtsbekannt sind (Steuernummer, Sozialversicherung, Meldedaten, usw.). Leider ist es derzeit aber noch immer so.
Falls sie doch zum Opfer geworden sind:
Ändern Sie die Zugangsdaten und lassen Sie das Online-Banking sofort sperren
Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei
Überwachen sie Trotzdem Ihre Kontobewegungen und dokumentieren Sie verdächtige Transaktionen
Natürlich ist die Verlängerung des ID-Austria-Zertifikats wichtig – aber lassen Sie sich nie unter Druck setzen und verwenden sie nur die offiziellen Kanäle in der Art, wie sie sie sonst auch aufrufen. Bei verdächtigen Nachrichten gilt: Nicht reagieren, nicht klicken, sofort prüfen. Falls auch noch das Bauchgefühl nicht eindeutig Ja sagt, lieber nochmals prüfen.
Ich lasse mich, obwohl ich nicht wirklich etwas davon verstehe, gerne auch auf im ersten Moment außergewöhnliche künstlerische Herangehensweisen ein.
Darum kann ich in diesem Blog über „Das Unmerkliche“ berichten, das zwei Künstlerinnen am Symposion Lindabrunn ins Merkliche gebracht haben.
Was kann man an einem sonnigen Ostermontag in Lindabrunn machen? Man kann zum Beispiel am Symposion dem Wind lauschen und dabei die Flora wirken lassen. Das haben auch zwei Künstlerinnen eine Woche lang gemacht.
Zum Abschluss ließen sie das interessierte Publikum auf Einladung des Vereins Symposion Lindabrunn im Salon im Grünen im Rahmen einer kuratierten Streiftour durch das Gelände des Symposiums auf recht spannende Weise an ihren Arbeitsprozessen teilhaben.
Das Symposionsgelände in Lindabrunn
Das Symposion Lindabrunn gilt als schützenswertes Trockenrasengebiet und beherbergt viele seltene Arten von Tieren und Pflanzen. Das Gelände ist darüber hinaus Naherholungsraum, Kunstarena und Weidefläche zugleich und diente früher den Bewohnern als Halt für Kühe, Ziegen, Schafe, die bis auf die gepflanzten Kirschbäume komplett kahl war.
Das Unmerkliche am Symposion
Jetzt könnte man auch philosophisch an das Unmerkliche herangehen. Dabei gefällt mir persönlich am Besten, dass es den unmateriellen Aspekt des Göttlichen charakterisiert, der im materiellen Leben nicht leicht zu erfassen ist.
Jeder, der mit offenen Augen und Ohren über das Gelände am Symposion geht, spürt diesen besonderen Reiz der Landschaft mit seinen seit vielen Jahren eingebetteten Skulpturen. Das hat auch die beiden Künstlerinnen Elisabeth Wildling und Veronika Mayer dazu inspiriert, dieses Unmerkliche mit ihren Ausdrucksmöglichkeiten erkennbar zu machen.
Elisabeth Wildling und Veronika Mayer
Neben zwei Lärchen, die sie entdeckt hatten und die vermutlich zur Gattung der Wienerwaldlärche gehören, hatten es ihnen besonders eine Birke und eine Schirmföhre angetan. In ihrem einwöchigen gemeinsamen Prozess aus Beobachten, Hören und Vergegenwärtigen entfaltete sich eine ortssensitive künstlerische Praxis, die der Situation antwortet, statt sie abzubilden. Wir durften den beiden Künstlerinnen kurze Zeit dabei über die Schulter schauen und hören, wie sie das in Bild und Ton umgesetzt hatten.
Die BirkeDie Schirmföhre
Veronika Mayer, die „Tonkünstlerin“, bereitete sich sogar mit Wetter-und Wind-Apps darauf vor, einen möglichst günstigen Zeitraum für Ihr Experiment zu finden, was aufgrund der Wetterlage vor Ostern gar nicht so einfach war. Mit einem Geophon, das sie im Erdreich am Wurzelansatz des Baumes plazierte, wurden die Klänge auf dieser Ebene hörbar gemacht und technisch verstärkt und vermischten sich mit den normalen Windgeräuschen. Der Ton, den der Wind am Fuß der jungen Birke erzeugte, war hell, während der Ton bei der Schirmföhre tiefer und voller erschien.
Geophone werden in der Kunst eher selten eingesetzt, dienen aber unter Anderem im Bergbau zur Lagerstättensuche,werden aber auch in Erdbebengebieten zur Ortung von Überlebenden in eingestürzten Häusern verwendet.
Elisabeth Wildling befasste sich mit der visuellen Darstellung des Unmerklichen, in dem sie mit einer Folie, die einerseits Licht reflektiert, aber auch bestimmte Spektren durchlässt und so die Bäume und trockenen Gräser rundherum in einer ganz besonderen Art und Weise darstellt. Auch die Kuhschelle kam so zu künstlerischen Ehren.
Mein Foto einer KuhschelleProjektion in der Landschaft
Auf diese Weise geschult und vorbereitet zogen die Besucherinnen und Besucher mit den beiden Künstlerinnen ins Haupthaus, wo die Umsetzung in eine audiovisuelle Projektion gezeigt wird. Das spannende dabei ist, dass Bild und Ton nicht synchron sind und beides nachbearbeitet ist. So entstand ganz bewusst keine Dokumentation des Ist-Zustandes sondern eben die Darstellung des Unmerklichen, wenn man sich als Betrachter darauf einlässt.
Vergleiche mit bekannten Kunstwerken
Prof. Christian Kvasnicka verglich die positiven Projektionen mit dem „Großen Rasenstück“ von Albrecht Dürer und die negativen Projektionen mit den Baumbildern eines der berühmtesten amerikanischen Fotografen des 20. Jahrhunderts, Ansel Adams.
Ich hatte im Jahr 2019 die Gelegenheit, das Dürer-Bild, das im Original nur 40,8 x 31,5 cm mißt, in der großen Ausstellung seiner Zeichnungen in der Albertina zu sehen und zu fotografieren und so kann ich hier beides gegenüberstellen.
Ansel Adams wurde vor allem bekannt durch seine eindrucksvollen Landschafts- und Naturfotografien aus den Nationalparks, National Monuments und den Wilderness Areas im Westen der Vereinigten Staaten, für deren Erhalt er sich zeitlebens eingesetzt hat. Er gilt als ein Vertreter der „straight photography“, der „reinen Fotografie“, die, der Tradition des Realismus in der Malerei folgend, einer strengen Bildästhetik verpflichtet ist.
Ansel Adams | Bergbäume | 1959 | Projektion der Schirmföhre
Realismus versus das Unmerkliche
Sowohl der Zeichner Albrecht Dürer (1471–1528) als auch der Fotograf Ansel Adams (1902-1984) gelten als Meister des Realismus in ihrem jeweiligen Bereich und trotzdem haben die beiden Künstlerinnen aus meiner ganz unkünstlerischen Sicht mit ihrem Ansatz mehr das Unmerkliche abzubilden, eine ähnliche Dichte mit ihren Projektionen erreicht.
So endete der Nachmittag für uns Zuhörende und Zusehende mit einer neuen Sicht auf die Vielfalt der Natur am Gelände des Symposions Lindabrunn.
Zur Einordnung einige Details zu den beiden Künstlerinnen
Elisabeth Wildling arbeitet als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Design an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie studierte Digitale Kunst (vorm.visuelle Mediengestaltung) und Industrial Design an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Ihre Werke wurden bei Ausstellungen und Festivals international präsentiert, darunter: Chemistry of Life, Globart Academy, ehem. Sammlung Essl, Klosterneuburg (AT), Into Silence, Festival Philosophy Unbound – DETEXT, New Delhi, (IN), Un/Controlled Spaces und viele weitere nationale und internationale Events.
Veronika Mayer studierte Klavier, Instrumental- und elektroakustische Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist Komponistin zeitgenössischer experimenteller Musik, deren Spektrum von Instrumentalstücken über elektroakustische Kompositionen bis hin zu Klanginstallationen reicht.
Traumhaftes Osterwetter, der Schneeberg zum Angreifen nah und viele Frühlingsboten fanden wir auf unserer ersten richtigen Radrunde des Jahres.
Endlich war am Ostersonntag das Wetter auch für uns Schönwetter-Radfahrer so, dass meine Frau gleich am Morgen den Vorschlag machte, eine Runde in der Sonne zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir noch nie bei Schlechtwetter unterwegs gewesen wären, da gibt es Beispiele unter anderem von einem Wolkenbruch in Kärnten oder Nebel in Wr.Neustadt, aber das passiert dann einfach wenn man bereits unterwegs ist.
Und so war der Plan nach einigen kleineren Arbeiten im Garten eine kleine Runde zu fahren und unterwegs ein kleines Stanitzel Eis (für die deutschen Feunde: eine Tüte, Hörnchen, Waffel, die Schweizer Leserinnen und Leser sagen Cornet) zu genießen.
Viele Radwege zur Auswahl
Ein Vorteil im südlichen Niederösterreich sind die vielen verschiedenen Radwege und öffentlich befahrbaren Güterwege, die es trotz recht dichter Besiedlung möglich machen, Straßen praktisch nur zu queren und außerhalb von Ortschaften nie länger als einige 100 Meter entlang zu fahren.
So starteten wir über den Triestingtal-Radweg, von wo wir beim Bahnhof Leobersdorf in den Thermen-Radweg in südlicher Richtung wechselten. Dieser gehört auch zum niederösterreichischen Teil des Eurovelo 9.
Vom Kanal in die Au und Schneeberg schauen
Gemeinsam mit dem Wr.Neustädter Kanal überquerten wir über jeweils eine der Flußbrücken den Triesting-Hochwassergraben und die Triesting, bis wir bald danach Richtung Schönau in den Triestingau-Radweg wechselten.
Diese beiden Bilder habe ich bereits im Herbst 2022 aufgenommen.
In Tattendorf beschlossen wir, unser Eis in Bad Vöslau zu holen. Hinter der Pfarrkirche führt ein Weg quer über die Ebene Richtung B17, vorbei an blühenden Kirschbäumen. Und hier stand er, nicht zu übersehen, mächtig und weiß, fast zum Angreifen. Der Hausberg der „Wiener Alpen“, der Schneeberg , thronte im Hintergrund des Wiener Beckens und leuchtete mit den Kirschblüten praktisch um die Wette. So machte die erste richtige Radausfahrt des Jahres richtig Spaß.
Die Rehe auf der anderen Seite des Weges ließen sich nicht so einfach mit dem Handy fotografieren, genauso wie der Fasan, der sich in ein Gebüsch flüchtete. Weiter fuhren wir zuerst ein kleines Stück Richtung Helenental-Radweg und dann über den Harter Berg südöstlich von Sooß, wo der Schneeberg das Panorama im Hintergrund dominierte, scheinbar rechts der Vöslauer Harzberg mit der Jubiläumswarte, links davon die Rax und das Hochplateau der Hohen Wand.
Am Blick Richtung Helenental mit der Ruine Rauheneck steht davor am NÖM-Gelände das neue Hochregallager, das quasi von innen nach außen gebaut wird. Das spezielle Stahlgerüst der Regale ist fertig, die Verkleidung mit speziellen Paneelen soll demnächst beginnen.
Zur Eispause in Bad Vöslau
Am Weg hinunter entdeckten wir zwischen den Zeilen der Weinstöcke zwei Rehe, die sich diesmal fotografieren ließen, weil wir anscheinend gegen den Wind standen. Dann ging es den Gleisen der Südbahn entlang bis in die Kurstadt Bad Vöslau, wo wir uns am Schloßplatz dann doch ein etwas größeres Eis gönnten.
Nach einem kleinen Abstecher auf den Lindenberg bei Kottingbrunn ging es am Radweg wieder zurück nach Hause.
Die Route
Auch wenn das Wort „Berg“ mehrmals vorkommt, hat die Route auf den gut 30 Kilometern nur gemächliche 160 Meter Höhenunterschied.
Und weil er am Routenplan so markant in der Mitte liegt: Der Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn ist einer der Marktführer im Bereich der nicht gewerblichen Luftfahrt in Österreich mit mehr als 30 000 Flugbewegungen. Historische Bedeutung erlangte der Flugplatz, als die österreichische Regierungsdelegation am 11. April 1955 von Vöslau zu Staatsvertragsverhandlungen nach Moskau flog und Bundeskanzler Julius Raab nach Rückkunft am 15. April auf dem Flugfeld eine erste Rede über den erreichten Verhandlungserfolg hielt.
Vom Palmbuschen bis zum Spinat am Gründonnerstag erzähle ich in diesem Blog. Ich beschreibe weiter die Karfreitagsliturgie und das Ratschen bis hin zum Osterfeuer und dem Feuerprügel. Die Fastenkrippe ist das Gegenstück zur Weihnachtskrippe. Aufs Osterfrühstück und das Ostereier suchen wird auch nicht vergessen.
Diese Fastenkrippe habe ich 2026 aus dem Restholz eines mehr als 100 Jahre alten Nachtkästchens aus Familienbesitz gebaut.
Die Karwoche und Ostern im christlichen Kontext
Die Karwoche – das Wort wird aus dem althochdeutschen „kara“ oder „chara“ für Klage, Kummer, Trauer abgeleitet – wird in anderen Sprachräumen u. a. auch „Heilige Woche“, „Holy Week“, „Semaine sainte“ oder „Settimana Santa“ genannt.
Am Palmsonntag
Die eigentliche Vorbereitung auf Ostern beginnt am Palmsonntag. Palmen galten im alten Palästina als Zeichen der Königswürde und des Friedens. Die Christen gedenken mit Palmzweigen und einer Prozession des Einzugs Jesu in Jerusalem. Palmen wurden bereits im Altertum als heilige Bäume verehrt. Die gesegneten Palmzweige symbolisieren das wachsende Leben des Frühlings.
Der Palmbuschen für die Palmprozession gehörte und gehört am Palmsonntag zur Tradition. Der Grestner Opa band, wie viele Bauern im Mostviertel, seinen Buschen auf einen Stock, verziert mit Äpfeln und bunten Bändern und dieser war bis zu 2 Meter hoch. Die meisten Familien hatten einen kleineren Palmbuschen, den wir Kinder bei der Palmprozession tragen durften, die in Gresten vom Oberen Markt bis zur Pfarrkirche stattfand und noch immer stattfindet und mit der Palmweihe in der Pfarrkirche endete.
Daheim wurden dann die Hühner „eingehagert“. Meine Kusine, meine Schwester und ich liefen dazu mit dem Palmbuschen dreimal um das ganze Haus inklusive Stall, das sollte die Hühner vor dem Fuchs und anderen Gefahren schützen. Nachher wurde der geweihte Buschen in den Herrgottswinkel gestellt.
Ratschen in der Karwoche
Das Ratschen ist ein Lärmbrauch, der in verschiedenen Formen in den Tagen vor Ostern in weiten Teilen Österreichs praktiziert wird. Zentral dabei ist die sogenannte Ratsche, ein Holzschrapinstrument, dessen Geräusch von Gründonnerstag bis Ostersonntag die dann die verstummten Kirchenglocken, genau genommen nur die Klöppel, zu vertreten, die immer am Karfreitag nach Rom geflogen waren.
In meiner Kindheit und Jugend waren die Ratschenbuben unterwegs, heute sind es immer mehr Mädchen, die mehrmals täglich durch den Ort gehen, ratschen und Sprüche aufsagen. Ich kenne eigentlich nur einen, nämlich den Englischen Gruß:
„Wir ratschen, wir ratschen den Englischen Gruaß, den jeder katholische Christ beten muass. Kniet’s nieder, kniet’s nieder auf euchere Knie, bet’s drei Vater Unser und a Ave Marie”.
Urkundlich erwähnt in Nordbayern im Jahr 1482, gibt es diesen Brauch bei uns seit dem 18.Jahrhundert und gehört mittlerweile zum immateriellen Kulturerbe.
Ich hatte auch eine Ratsche, die mir in Kienberg Herr Hladky gemacht hatte, ich kann mich aber nicht erinnern, ob ich in meiner Ministrantenzeit auch Ratschenbub war.
In Enzesfeld-Lindabrunn wurde und wird der alte Brauch des Ratschens von den Kindern auch gelebt. Die Mädchen und Buben mit ihren hölzernen Ratschen ziehen durch die Straßen und vertreten die Kirchenglocken bis zur Osternacht. Auch Bürgermeister Stefan Rabl begleitete im letzten Jahr die Kinder beim Einratschen persönlich.
Beim Einratschen in Lindabrunn 2025, Bild: Manfred Digruber Fotowerkstatt
Der Gründonnerstag
Am Gründonnerstag steht die Botschaft vom letzten Abendmahl Jesu mit seinen zwölf Jüngern im Mittelpunkt. Auf dieses Abendmahl geht auch das Sakrament der Eucharistie zurück. Nach dem Abendmahl, so berichtet es das Evangelium, wurde Jesus verraten und von der römischen Besatzungsmacht festgenommen.
Das letzte Abendmahl als Gemälde und als Bronzeskulptur in Mailand
Das Wandgemälde von Leonardo da Vinci im Refektorium des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie in Mailand ist ein in Tempera auf Putz ausgeführtes 4,60 m × 8,80 m großes Kunstwerk und zeigt das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und entstand in den Jahren 1495 bis 1497. Es gilt als Meilenstein der Renaissancekunst und als ein Höhepunkt in Leonardos malerischem Schaffen. Es nahm wegen seiner korrekt wiedergegebenen perspektivischen Tiefe bahnbrechenden Einfluss auf die Malerei des Abendlandes. Auch die bewegte Art der Darstellung der Jünger war ein Novum.
Das letzte Abendmahl in Santa Maria delle Grazie, Quelle: Wikipedia
Bei meinem beruflichen Besuch in Mailand im Jahr 2004 wollte ich Santa Maria delle Grazie besuchen und das bekannte Gemälde ansehen. Aber schon damals war es unmöglich, kurzfristig eine Eintrittskarte zu bekommen. Aber trotzdem habe ich eine weitere besondere Version in Mailand sehen dürfen.
Santa Maria delle Grazie, Quelle: Wikipedia
Beim empfehlenswerten Besuch auf dem Mailänder Monumentalfriedhof (Cimitero Monumentale) habe ich die beeindruckende Bronzeskulptur am Familiengrab der Campari (ja, die mit dem Likör) entdeckt. Geschaffen von Giannino Castiglioni, zeigt das monumentale Werk Jesus und die zwölf Jünger beim letztenAbendmahl. Es ist eines der bekanntesten Kunstwerke auf diesem historischen Friedhof.
Das Mausoleum der Familie Campari auf dem Cimitero Monumentale in Mailand
Mythos Spinat
Eine bis heute gepflegte Tradition ist der Spinat am Gründonnerstag. Prinzipiell hat dieser Tag aber mit dem Essen von Spinat gar nichts zu tun. Die Herkunft der Bezeichnung ist nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass sich das „Grün“ vom mittelhochdeutschen Wort „greinen“ ableitet, was so viel wie weinen bedeutet. Damit wäre das Trauern angesichts der Passion Jesu gemeint. An diesem Tag grünes Gemüse zu essen, beruht also mehr auf einem Volksbrauch.
Die meisten Kinder sind ja keine besonderen Fans des Spinats, da half und hilft auch der Popeye-Effekt nicht wirklich. Popeye der Matrose isst Spinat aus der Dose, um sofort übermenschliche Kraft zu gewinnen und seine Liebste Olive Oyl aus brenzligen Situationen zu retten.
Popeye mit seiner Spinatdose
Wer aber versucht, seinen Bizeps mit einer Portion Spinat pro Tag zu stärken, wird enttäuscht sein. Ich habe eine Studie zur Wirkung eines Nahrungsergänzungsmittels entdeckt. Um den Effekt von zwei Kapseln zu erzielen, müsste man bis zu vier Kilogramm Blattspinat essen. Und zwar pro Tag. Die höhere Dosierung entspricht stolzen 16 Kilogramm des Blattgemüses. Da würde wahrscheinlich sogar Popey aufgeben.
Mir hat Spinat aber immer geschmeckt, da war eher das Rindfleisch dazu das Problem, aber das ist eine andere Geschichte.
Der Karfreitag
Für evangelische Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag des Jahres. Die katholische Kirche wiederum kennt am Karfreitag wie auch am Karsamstag keine Eucharistiefeier. Der Karfreitag ist neben dem Aschermittwoch der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fasttag gilt. Zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr versammeln sich die Katholiken zu einem Gottesdienst, der sich von allen anderen Feiern während des Jahres unterscheidet.
Osternacht und Osterkerze
Die Karwoche endet mit der Osternacht bzw. der Auferstehungsfeier – zumeist gefeiert in Form von Gottesdiensten in der Nacht auf den Ostersonntag. Sie symbolisiert – etwa in Form der in der Feier entzündeten Osterkerze – den Sieg Gottes über den Tod.
Die Osterkerze ist mit dem Kreuz, dem Alpha und Omega, der Jahreszahl und evtl. weiteren Symbolen geschmückt und sollte anteilig aus Bienenwachs bestehen. Sie wird zu Beginn der Osternachtfeier gesegnet und am Osterfeuer entzündet, wobei fünf Weihrauchnägel, die für die fünf Wunden Christi stehen, in das Kreuz gesteckt werden.
In der Osterzeit (bis einschließlich Pfingstsonntag) brennt die Osterkerze bei jeder liturgischen Feier für alle sichtbar in Ambo- oder Altarnähe. Nach Ablauf der Osterzeit ist ihr würdiger Platz beim Taufbecken.
Das Osterfeuer
In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag ist das Osterfeuer eine lang bestehende Tradition in Österreich. Symbolisch steht dieser Brauch für die Wiederauferstehung von Jesu Christi und für die Sonne als Mittelpunkt des menschlichen Lebens. Somit wird im Frühjahr mit dem Osterfeuer die Sonne begrüßt und der Winter vertrieben. Ich kann mich aber eigenartigerweise als Kind nicht wirklich daran erinnern, wahrscheinlich auch deswegen, weil es in der Kienberger Filialkirche keine Osternachtfeier gab.
Erst später wieder in Enzesfeld, wo im Hof des Pfarrhofes ein kleines Feuer gemacht wurde, an dem die Osterkerze entzündet und dann mit einer kleinen Prozession in die Kirche wurde. Auch die Künstler am Symposium entzünden immer wieder ein Osterfeuer.
Zum Osterfeuer brachten manche Gläubige einen vorbereiteten Holzstock oder ein Holzscheit mit, die im Feuer oder der Glut angebrannt und gesegnet wurden. Diese wurden dabei in den Ställen und Häusern aufgehängt, um das Anwesen und die Bewohner vor Gewitter und Unheil zu schützen. Im Grestner Proviant-Eisenmusem findet sich ein solcher Feuerprügel aus dem Jahr 1955 aus unserem Elternhaus in Ybbsbach.
In Bayern ist dieser Brauch auch heute noch weiter verbreitet. Aber auch im Mostviertel ist diese Tradition unter den Bauern wieder neu aufgelebt, wie auch ein Facebook-Eintrag unseres Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf aus Wieselburg zeigt, der solche Feuerprügel noch 2023 mit seinen Kindern geschnitzt hatte.
Der Ostersonntag
Der Ostersonntag ist im Christentum der Festtag der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Es ist der ranghöchste Feiertag im Kirchenjahr. Mit ihm beginnen das Osterfest und die Osterzeit, zugleich beendet die liturgische Vesper des Ostersonntags das Triduum Sacrum (die heiligen drei Tage). Die Speisenweihe am Ende der Messe gehört zur Tradition ebenfalls dazu.
Die Osterjause
Essen wird zu Ostern großgeschrieben. Kein Wunder, denn wenn die Fastenzeit nach über einem Monat vorbei ist, schmeckt es gleich doppelt so gut. Doch zu Ostern sollten wir uns nicht nur wieder auf den Geschmack vieler Lebensmittel besinnen, auf die während der letzten Wochen vielleicht verzichtet wurde, sondern auch darauf, was hinter unseren Lebensmitteln steckt und welchen Wert Lebensmittel haben. Leider werden in Österreich pro Kopf und Jahr rund 75 kg weggeworfen und vernichtet.
Während früher die religiösen Aspekte von Ostern im Vordergrund standen, ist das Fest heute auch mehr ein Familienfest geworden. Ursprünglich nur mit unseren Töchtern, später dann auch mit ihren Freunden gab es ein gemeinsames Osterfrühstück. Osterschinken, Ostereier, Senf und Kren sind dabei unverzichtbar.
Seit die Enkelkinder da sind, ist daraus immer wieder ein Zusammentreffen der ganzen Patchwork-Familie geworden. Die Enkelkinder genießen solche Feste, wo alle ihre Omas, Opas, Onkel und Tanten dabei sind. Das Osternester suchen ist dabei noch immer ein Highlight.
Ostereier suchen
Am Ostersonntag war es natürlich spannend beim Osternester suchen, das zuerst natürlich daheim in Kienberg und dann auch in Gresten beim Opa nach dem Osterhochamt stattfand. Auch heute ist das für unsere Enkelkinder noch genauso aufregend, zuerst daheim und später bei den Omas und Opas Osternester zu suchen.
Legenden besagen, dass die Tradition des Eiersuchens im Freien einen heidnischen Ursprung hat. Als Zeichen der Fruchtbarkeit und um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden Eier an Familie und Freunde verschenkt. Doch die Kirche hat das unter strenge Strafe gestellt, woraufhin sie nicht mehr persönlich übergeben, sondern auf Feldern versteckt wurden. Und deshalb suchen wir auch heute noch die Eier in der freien Natur.
Die Fastenkrippe
Die Fastenkrippe oder Passionskrippe – auch Osterkrippe genannt – ist eine Darstellung der Leidensgeschichte, Kreuzigung und Auferstehung Jesu im Zeitraum vom Palmsonntag bis Ostern. Im Gegensatz zur Weihnachtskrippe, von der die Bezeichnung „Krippe“ auf sie überging, ist die Passionskrippe relativ unbekannt und selbst in Kirchen nur selten zu sehen.
Die untenstehende Fastenkrippe war im Jahr 2023 als eines von vielen Exponaten bei einer Ausstellung im Diozösanmuseum in St.Pölten zu sehen. Sie zeigt in einem großartigen Szenario das letzte Abendmahl, den Ölberg mit Jesus und den beiden Schächern und auch noch das leere Heilige Grab.
Im Jahr 2025 konnte ich in der Basilika Mariatrost in Graz eine Krippe der sizilianische Künstlerin Angela Tripi bewundern. Hier ist mein Blog dazu nachzulesen:
Vom Ei als Symbol der Auferstehung über das Markieren und Färben, um sie von frischen Eiern zu unterscheiden und sie dann nach der Fastenzeit rasch zu verbrauchen, bis zum Ausblasen, Bemalen mit der OE-MM und dem Pecken in Österreich oder Tütschen in der Schweiz reicht dieser Blog. Der Rolle des Osterhasen gehe ich auch auf den Grund.
Was haben Eier mit Ostern zu tun?
Sogar die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat sich mit der Herkunft des Ostereis beschäftigt und ein Historiker hat die relativ spärlichen Informationen zusammengestellt, um ein bisschen Licht hinter die bemalten Eier zu bringen.
Streng genommen durfte man in der Fastenzeit keine Eier essen, deshalb hat man sie ursprünglich hart gekocht und gefärbt. Um die gekochten von den rohen Eiern zu unterscheiden, wurde dem Kochwasser Pflanzenteile zum Färben beigegeben – also zunächst ein ganz praktischer Hintergrund für den Brauch des Eierfärbens.
Im Christentum wurde das Ei aber auch zum Symbol der Auferstehung. Der Kirchenvater Augustinus deutete es als Zeichen der Hoffnung – bei den Vögeln auf den Nachwuchs, bei Christen und Christinnen als Hoffnung auf das Zukünftige.
Eier färben
Seit dem 13. Jahrhundert ist die traditionelle Farbe für Ostereier rot – als Symbol für das Blut Christi. Heute steht meist die Dekoration im Vordergrund und man kann die gefärbten Eier fast das ganze Jahr im Supermarkt so fertig kaufen und das Färben in der Familie wird praktisch nur mehr mit kleinen Kindern gemacht.
Irgendwie war das Ostereierfärben in meiner Kindheit eine Art Hassliebe. Die Farben wurden in Kaffeehäferln in heißem Essigwasser angerührt und das gekochte Ei musste dann mit einem Suppenlöffel langsam hineingelassen werden. Das war ja noch spannend, aber dann hieß es gefühlt ewig warten, bis es gefärbt war. Dafür waren das Rot, Blau, Gelb und Grün damals noch besonders kräftig. Wenn die Schale einen Haarriss hatte, war auch das geronnene Eiweiß noch mitgefärbt. Nachdem die Eier trocken waren, wurden sie noch mit Abziehbildern verziert und mit einer Speckschwarte glänzend gerieben.
Eier ausblasen
In der Volksschule kam dann noch das Bemalen von ausgeblasenen Eiern hinzu. Schon das Anstechen oben und unten mit einer spitzen Nadel war eine Herausforderung und dann musste mit Gefühl und doch genug Puste das Eiklar und der Dotter herausgeblasen werden, ohne die Schale zu zerbrechen. Die Bemalung mit Filzstift oder Wasserfarben war dann die nächste Herausforderung, die ich wie die meisten Kinder gerne angenommen habe. Ich habe damals dafür sogar eine OE-MM gebastelt. Den Link zum Nachbasteln gibt es hier:
Heute findet man auf unserem Osterbaum noch die von unseren Töchtern bemalten Eier und seit neuestem auch schon von unseren Enkelkindern und auch so manches künstlerisch gestaltete Ei von den Ostermärkten unserer Umgebung und auch so einige aus anderen Ländern.
Der Osterbaum
Im Christentum steht der Osterbaum nicht nur für den Frühlingsbeginn. Er bezeichnet den Zeitpunkt von Tod und Auferstehung Jesu Christi. In vielen Häusern, so auch bei uns, steht einige Wochen vor Ostern eine Vase mit Zweigen vom Haselstrauch mit Korkenzieherweide und eventuell auch noch von der Forsythie, die dann mit den ausgeblasenen Eiern dekoriert werden.
Ostereier pecken
Der Volkskundler Franz Schönwerth aus der Oberpfalz beschreibt das lustige Spiel vor fast 130 Jahren so: „Zwei stoßen die Eyer aufeinander, zuerst Spitz auf Spitz, dann Spitz auf Arsch oder umgekehrt. Wessen Ey bricht, verliert es an den anderen.“
Das Eierpecken an sich hat keinen besonderen historischen oder kirchlichen Hintergrund, sondern ist mehr ein Gesellschaftsspiel in der Familie. Es hat aber sicherlich damit zu tun, dass es nach der Fastenzeit einfach viele gekochte Eier gab. Es geht einfach darum, wessen hartgekochtes Osterei bis zum Schluss unversehrt bleibt. So war es schon in unserer Kindheit und ist bei den Enkelkindern noch genauso. Wehe, ein Ei wird ohne Pecken geöffnet oder jemand scheint geschummelt zu haben, da konnten und können Tränen fließen.
Holz- und Alabastereier zur Deko am Ostertisch
Eiertütschen in der Schweiz
In den 1960er- und 70er-Jahren war das öffentliche Eiertütschen ein beliebter Osterbrauch – und das nicht nur bei Kindern, in manchen Gebieten ist es das bis heute geblieben. Die Regeln bei der Eiertütschete sind nicht anders als in Österreich, nur mit dem Unterschied, dass es oft neben dem Spaß in der Familie auch ein öffentliches Massenereignis ist.
Man schlägt mit seinem hartgekochten und vorzugsweise bunt bemalten Osterei auf das Ei seines Gegners und hofft, dass dessen Ei zerbricht. Zunächst „Füdle“ auf „Füdle“, dann „Spitz“ auf „Spitz“. Oder umgekehrt. Bleibt das eigene Ei auch nach der gegnerischen Attacke heil, gewinnt man das zerschlagene Ei des Verlierers. Dann sucht man in der Menge nach seinem nächsten Gegner, der wie man selbst noch ein Ei mit einem heilen „Füdle“, „Spitz“ oder sogar einem „Ganze“ hat. So kämpft man sich Ei um Ei weiter. Da üblicherweise bis zu hundert Menschen an diesem Osterbrauch teilnehmen, lohnt sich, mehr als nur ein Ei von zu Hause mitzubringen.
Eine weitere Taktik nicht nur in der Schweiz ist der richtige Winkel. Um das Ei des Gegners zu besiegen, muss man leicht seitlich statt direkt von oben „tütsche“. Das Ei ist an der Spitze am härtesten und bei einem zu direkten Spitze-auf-Spitze-Schlag riskiert man, dass auch das eigene Ei in die Brüche geht.
Damit an dieser Tradition auch Neulinge teilnehmen können, bringen die alten Hasen immer eine Packung sogenannte „Touristen-Eier“ mit. Doch üblicherweise hätten Touristen kein besonders glückliches Händchen im Eiertütschen, denn „Die hauen meist viel zu fest und zerschlagen ihre Eier.“
Das „Zwänzgerle“ auf dem Zürcher Lindenhof
In Zürich war das sogenannte „Zwänzgerle“ besonders populär. Dabei versuchen Erwachsene, ein Fünfzigrappenstück oder früher einen Zwanzigräppler (daher der Name) so auf ein hartgekochtes Ei zu werfen, dass es stecken bleibt. Gelingt das, gehört das Ei der werfenden Person – andernfalls darf das Kind, das das Ei hält, das Geld behalten. Besonders auf dem Zürcher Lindenhof versammelten sich früher Familien und Schaulustige zu diesem Osterbrauch.
Nicht ganz konfliktfreies Eiertütschete in Bern
Punkt zehn Uhr am Ostersonntag treffen sich Bernerinnen und Berner jeweils auf dem Kornhausplatz, um das stärkste Ei zu ermitteln. Die Eiertütschete wird hier Erzählungen zufolge seit über hundert Jahren gepflegt. Weil sich ein Restaurant daran störte, rief der Wirt im Vorjahr die Berner Kantonspolizei zu Hilfe, um die Leute von der Kornhaus-Laube zu vertreiben. Das berichtete «Bärn Today». Demnach wollte der Restaurant-Betreiber draussen Tische und Stühle aufstellen, konnte dies aufgrund des Osteranlasses aber nicht. Man habe miteinander geredet und schliesslich eine Lösung gefunden, hieß es bei der Polizei.
Eiertütschete im Wald
Auch in der Heimatgemeinde (diese hat nichts mit unserem Heimatort oder Geburtsort zu tun!) meiner Frau, in Huttwil im Aargau, organisiert der Burgerrat die alljährlich stattfindende Eiertütschete, aber bereits am Ostersamstag. Auch hier versammelt sich eine größere Menschenmenge von Jung bis Alt, dem Bild zufolge auf einer Waldlichtung.
Und woher kommt der Osterhase?
Im Jahr 1682 erwähnte ein Arzt aus Heidelberg erstmals den Osterhasen. Ihm zufolge soll der Brauch im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden sein. Warum der Hase aber zum Osterhasen wurde, weiß keiner mehr ganz genau. Möglicherweise liegt es daran, dass sowohl Hasen als auch Eier Symbole für Fruchtbarkeit sind.
Übrigens, in einigen Teilen der Schweiz, etwa im Emmental, war noch im 19. Jahrhundert der Kuckuck der Eierlieferant, in Teilen von Westfalen war es der Osterfuchs, in Thüringen brachte der Storch und in Böhmen der Hahn die Eier zum Osterfest.
Motorradfahrten und Hüftgelenk, E-Bike und Erwin Wurm, Fasching und Osterkrippen, Sunset am Kap Sunion und eine versteckte Kirche im Südburgenland, ID Austria und Digitaler Euro, das alles und mehr gibt es in meinem Blog. Und Spaß solltet ihr daran haben, dann ist auch meiner nicht umsonst.
Die Blogs sollten ursprünglich über die Erlebnisse eines Pensionisten erzählen
Am 8. März 2024, drei Monate nach meinem Pensionsantritt, habe ich meinen ersten Blog verfasst. Damals wusste ich nicht, worauf ich mich dabei einlasse. Ich wollte einfach, wenn es mich freut und ich mit dem Motorrad unterwegs war, davon erzählen, damit meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, wie von einigen gewünscht, auch etwas davon haben.
Aber der ganze Prozess begann eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln, mit jedem Blogartikel machte es mir mehr Spaß, zu erzählen und zu formulieren. Und so kamen zu den Motorrad-Geschichten bald meine Erzählungen zum Thema E-Bike dazu. Meine damals nicht besonders ausgeprägte Fitness und ein ein neues Hüftgelenk habe ich ebenfalls thematisiert.
Andere Länder, Geschichte und Kultur und „alles mit Computern“ sind die Themen
Die Erinnerungen an meine Wochen in Indien sind weit mehr gelesen worden als ich dachte, genauso ist es mit diversen Urlaubsgeschichten. Zum Motorrad ist rasch das E-Bike dazu gekommen, wobei es mir in beiden Fällen weniger um das Fahren an sich, sondern mehr um das Erlebnis rundherum geht. Darum ist ein großer Teil des Aufwands auch die fundierte Hintergrundrecherche, die neben den Geschichten auch etwas Mehrwert liefern soll.
Immer wichtiger wurden Sicherheitsthemen rund um Handy und PC genauso wie die ID Austria, wo die staatlichen Stellen genauso wie Seniorenorganisationen zu erkennen beginnen, dass persönliche Unterstützung notwendig ist, um allen, die es brauchen und wollen, auch zu ermöglichen.
Die bildende Kunst hat mich schon immer interessiert, wobei ich in meinen Blogs immer mehr einen etwas unkonventionelleren Zugang haben will, der den Fokus etwas vom Fachlichen weg zu einem persönlichen, nicht immer ganz ernst gemeinten Blick lenkt.
Zwei Blogs pro Woche und 10.000 Zugriffe innerhalb eines Jahres aus der ganzen Welt
In 24 Monaten sind 165 Blogs entstanden, das sind fast 7 pro Monat oder sehr oft 2 Blogs in der Woche. In der Zwischenzeit sind die Zugriffe weit weniger durch meine recht geringe aktive Bewerbung sondern weltweit über verschiedenste Suchmaschinen entstanden.
Knapp über 10.000 Zugriffe sind es dann im Jahr 2025 geworden, wobei für mich immer klar ist, dass es ein Hobby ohne finanzielle Interessen ist und es daher auch keine Kooperationen gibt und geben wird. Unabhängigkeit ist mir in der Pension auch hier ganz besonders wichtig. Unter anderem auch darum bezeichne ich mich bewusst nicht als „Digital Creator“.
Einige längere Motorradreisen sind schon in konkreter Planung, darüber wird es sicher viele Berichte geben, mehr will ich aber aber noch nicht verraten. Aber es gibt auch einige Ziele mit dem E-Bike, über die ich dann erzählen möchte und die Liste der Ausstellungen, die ich heuer besuchen will, ist auch schon recht lang. Das Elektroauto wird heuer auch nicht zu kurz kommen.
Meine Hauptbeschäftigung ist aber noch länger als gedacht die Familiengeschichte, die sich über die Zeit von 1850 bis heute zieht. Sie wird aber nur im Bereich der Familie veröffentlicht werden, über den Prozess der Entstehung möchte ich aber doch in meinem Blog erzählen.
Wenn mir dabei ihr als meine Leserinnen und Leser weiterhin treu bleibt und auch eventuell das eine oder andere „Gefällt mir“ hinterlässt, wird das auch noch weiter mein Ansporn sein.
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