Traumhaftes Osterwetter, der Schneeberg zum Angreifen nah und viele Frühlingsboten fanden wir auf unserer ersten richtigen Radrunde des Jahres.
Endlich war am Ostersonntag das Wetter auch für uns Schönwetter-Radfahrer so, dass meine Frau gleich am Morgen den Vorschlag machte, eine Runde in der Sonne zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir noch nie bei Schlechtwetter unterwegs gewesen wären, da gibt es Beispiele unter anderem von einem Wolkenbruch in Kärnten oder Nebel in Wr.Neustadt, aber das passiert dann einfach wenn man bereits unterwegs ist.
Und so war der Plan nach einigen kleineren Arbeiten im Garten eine kleine Runde zu fahren und unterwegs ein kleines Stanitzel Eis (für die deutschen Feunde: eine Tüte, Hörnchen, Waffel, die Schweizer Leserinnen und Leser sagen Cornet) zu genießen.
Viele Radwege zur Auswahl
Ein Vorteil im südlichen Niederösterreich sind die vielen verschiedenen Radwege und öffentlich befahrbaren Güterwege, die es trotz recht dichter Besiedlung möglich machen, Straßen praktisch nur zu queren und außerhalb von Ortschaften nie länger als einige 100 Meter entlang zu fahren.
So starteten wir über den Triestingtal-Radweg, von wo wir beim Bahnhof Leobersdorf in den Thermen-Radweg in südlicher Richtung wechselten. Dieser gehört auch zum niederösterreichischen Teil des Eurovelo 9.
Vom Kanal in die Au und Schneeberg schauen
Gemeinsam mit dem Wr.Neustädter Kanal überquerten wir über jeweils eine der Flußbrücken den Triesting-Hochwassergraben und die Triesting, bis wir bald danach Richtung Schönau in den Triestingau-Radweg wechselten.
Diese beiden Bilder habe ich bereits im Herbst 2022 aufgenommen.
In Tattendorf beschlossen wir, unser Eis in Bad Vöslau zu holen. Hinter der Pfarrkirche führt ein Weg quer über die Ebene Richtung B17, vorbei an blühenden Kirschbäumen. Und hier stand er, nicht zu übersehen, mächtig und weiß, fast zum Angreifen. Der Hausberg der „Wiener Alpen“, der Schneeberg , thronte im Hintergrund des Wiener Beckens und leuchtete mit den Kirschblüten praktisch um die Wette. So machte die erste richtige Radausfahrt des Jahres richtig Spaß.
Die Rehe auf der anderen Seite des Weges ließen sich nicht so einfach mit dem Handy fotografieren, genauso wie der Fasan, der sich in ein Gebüsch flüchtete. Weiter fuhren wir zuerst ein kleines Stück Richtung Helenental-Radweg und dann über den Harter Berg südöstlich von Sooß, wo der Schneeberg das Panorama im Hintergrund dominierte, scheinbar rechts der Vöslauer Harzberg mit der Jubiläumswarte, links davon die Rax und das Hochplateau der Hohen Wand.
Am Blick Richtung Helenental mit der Ruine Rauheneck steht davor am NÖM-Gelände das neue Hochregallager, das quasi von innen nach außen gebaut wird. Das spezielle Stahlgerüst der Regale ist fertig, die Verkleidung mit speziellen Paneelen soll demnächst beginnen.
Zur Eispause in Bad Vöslau
Am Weg hinunter entdeckten wir zwischen den Zeilen der Weinstöcke zwei Rehe, die sich diesmal fotografieren ließen, weil wir anscheinend gegen den Wind standen. Dann ging es den Gleisen der Südbahn entlang bis in die Kurstadt Bad Vöslau, wo wir uns am Schloßplatz dann doch ein etwas größeres Eis gönnten.
Nach einem kleinen Abstecher auf den Lindenberg bei Kottingbrunn ging es am Radweg wieder zurück nach Hause.
Die Route
Auch wenn das Wort „Berg“ mehrmals vorkommt, hat die Route auf den gut 30 Kilometern nur gemächliche 160 Meter Höhenunterschied.
Und weil er am Routenplan so markant in der Mitte liegt: Der Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn ist einer der Marktführer im Bereich der nicht gewerblichen Luftfahrt in Österreich mit mehr als 30 000 Flugbewegungen. Historische Bedeutung erlangte der Flugplatz, als die österreichische Regierungsdelegation am 11. April 1955 von Vöslau zu Staatsvertragsverhandlungen nach Moskau flog und Bundeskanzler Julius Raab nach Rückkunft am 15. April auf dem Flugfeld eine erste Rede über den erreichten Verhandlungserfolg hielt.
Das verlängerte Wochenende hat uns für einige Tage ins Hotel Mahorko an der südsteirischen Weinstraße geführt. Ein bisschen aktiv sein mit dem E-Bike, ein bisschen Wellness, Kulturgenuss der besonderen Art und natürlich Kulinarik stehen am Programm.
Vom Weingut zum Wellness- und Kulinarik-Hotel
Mir ist das Mahorko von einem Event unseres SAP-Teams bei Capgemini vor rund 15 Jahren noch in guter Erinnerung. Der Blick von der Terasse über die Weinberge Richtung Slowenien ist unvergesslich, die Umgebung lädt zu Erkundungen ein und der Wein war damals schon exzellent. Heute kommt noch ein geheizter Infiniti-Pool dazu, der das Landschaftserlebnis noch toppt. Die Terrasse wurde ebenfalls vergrößert und um eine im wahrsten Sinn des Wortes herausragende Weinbar erweitert.
Vorbei an den Wasserbüffeln zum höchstgelegenen Weingut
Für einen eher unsportlichen Pensionisten wie mich und auch meine Frau wäre es unvorstellbar, dieses sehr hügelige Gegend mit einem „normalen“ Fahrrad zu erkunden. Die elektrische Unterstützung ist aber immer nur so stark, wie man selbst will, sodaß man etwas spürt und treten muß man ja sowieso selber, auch wenn das klassische Radler meist naserümpfend nicht glauben wollen, bis sie es selbst einmal versucht haben.
So aber macht es mir und meiner Frau noch viel mehr Spaß, die gar nicht geringen Steigungen hinauf und hinunter zu radeln. Direkt neben dem Hotel führt die alte Weinstraße ins Tal Richtung slowenische Grenze. Bald an der Strecke liegt die riesige Koppel der Wasserbüffel unserer Gastgeber. Nachdem ich erst einmal Wasserbüffel in Natura vor Jahren im indischen Goa erlebt habe, ist es schon eine Freude zu sehen, wie wohl sich diese Tiere auch im südsteirischen Hügelland fühlen können.
Wasserbüffel in GoaDie steirischen Wasserbüffel
Beim slowenischen Grenzübergang und an schön renovierten Kapellen und Bildstöcken mit traumhaften Aussichten vorbei landen wir am höchstgelegenen Weingut Österreichs auf rund 700m, dem Gut Moser. Vor mehr als zehn Jahren waren wir hier mit meinem damaligen Motorrad, einer Honda Varadero und wenn mir da jemand gesagt hätte, dass ich in der Pension mit dem Fahrrad über diese kleinen kurvigen Bergstrassen herkommen würde, hätte ich ihn ausgelacht. So aber ist es einfach ein Erlebnis und viel Freude dabei.
Jause am Holzbrett und Frizzante zum Verkosten
Da zum Abendessen im Mahorko bereits ein Wasserbüffel-Steak wartet, stillen wir unseren kleinen Hunger mit einer exzellenten Hauswurst, einem Stück Stollenkäse aus dem Almenland und einem aufgebackenen Hausbrot zum Hineinknien, wie wir umgangssprachlich sagen. Auch wenn der Wein noch in bester Erinnerung ist (nein, auch damals nicht beim Motorrad fahren, sondern der wurde erst zuhause wirklich genossen), trinken wir dazu einen Trauben-Apfelsaft, zu einer kleinen Kostprobe des ausgezeichneten Frizzante auf Einladung des Hausherren können wir aber doch nicht Nein sagen.
Serpentinen, Wald und unendlich weite Aussicht
Dann geht’s über die schmale kurvige Straße hinunter bis Leutschach und Schloßberg, von wo wir wieder steil durch den Wald hinauf und über einige Hügel zurück zum Hotel radeln.
Der Tag klingt mit einem vorzüglichen Abendessen aus
Nach einem kurzen Bad im Pool und einem Saunabesuch mit Ausblick wartet bereits das Abendessen. Das Wasserbüffel-Steak ist butterweich und zart, erinnert entfernt an junges Wild und harmoniert mit den Rosmarinkartoffeln und dem leicht asiatisch angehauchten Gemüse. Ein Glas Wein aus dem eigenen Weingut komplettiert den wunderschönen ersten Tag an der südsteirischen Weinstraße.
Auf einen Kaffee durch die Auen nach Mureck
Der Sonnenaufgang am Freitagmorgen beginnt idyllisch mit Vogelgezwitscher und dem Wettstreit aller Hähne zwischen Gamlitz und Laibach und verspricht wettertechnisch Sonne und blauen Himmel.
Nachdem wir im Vorjahr während unseres Kurzurlaubs in Straden bereits das Teilstück des Murradwegs von der Schiffsmühle in Mureck nach Bad Radkersburg und retour gefahren sind, haben wir diesmal die Strecke von Ehrenhausen nach Mureck in unserem Programm.
Wir starten am Bahnhof von Ehrenhausen, überqueren die Bahn und die Mur und sind schon am Radweg R2 / Eurovelo 9, der bei uns daheim als Thermenradweg entlang des Wr.Neustädter Kanals verläuft und hier noch direkt den Fluss entlang führt. Innerhalb kurzer Zeit durch den blühenden Auwald sind wir bereits nach einem Kraftwerk, das hier die Wassermassen der Mur nützt, bei der Bahnunterführung in Spielfeld und bald darauf unter der Autobahn A9 durch.
Idylle mit Erinnerungen an die 60er des vorigen Jahrhunderts
Nach einer ehemaligen Wehr, bei dem man an den braunen Wassermassen erkennt, dass es in der Obersteiermark mehr geregnet haben muss, sind wir schon an einer verfallenen aber nicht verlassenen Mühle, die etwas abseits des Radwegs liegt, angelangt. Die beiden Dörfchen Oberschwarza und Unterschwarza erfreuen uns radfahrende Touristen mit fast schon kitschiger sehr gepflegter Idylle. Ein noch zumindest von außen originales Tiefkühlhaus weckt Kindheitserinnerungen, als die Tiefkühltruhe noch nicht selbstverständlich in jedem Haushalt war. Auch zwei hölzerne Wiegehäuschen, wo wahrscheinlich die Getreidesäcke der Bauern gewogen wurden, sind noch liebevoll erhalten.
Abwechslungsreiche Natura 2000-Landschaft und Rollfähre
Der Radweg führt nun abwechselnd vorbei an frisch ausgesäten Äckern, wo schon die ersten zarten Triebe erkennbar sind, und durch kühle Auwälder. Immer wieder laden Buschenschanken und Labestationen zu einem gemütlichen Halt ein, wir sind aber noch satt vom ausgiebigen Frühstück und fahren weiter.
In der Nähe von Weitersfeld befindet sich eine Fähre über die Mur, die gerade von einigen Radfahrern genutzt wird, um auf das slowenische Ufer zu gelangen. Wir fahren weiter über Felder und Auen und erreichen Mureck, wo uns am Ortsanfang der mit dem Holzbaupreis ausgezeichnete Kindergarten besonders auffällt. Vor lauter Schauen habe ich aber leider aufs Fotofgrafieren vergessen.
Gemütliche Schanigärten laden ein
Im Ortszentrum lädt der Schanigarten des Café Oswald mit dem freundlichen Chef ein, wo wir gemütlich unseren Cappuccino in der warmen Sonne genießen. Im Murkostladen kaufen wir noch Minimuscheln aus einer Teigwarenerzeugung in Mureck, die unsere Enkelsöhne so gern in der Suppe haben. Eine gerade ankommende Motorradgruppe aus Oberösterreich weckt schon die Vorfreude auf meine Tour in den Schwarzwald in gut zwei Wochen.
Rückweg mit Riesenbroten zum Abschluss
Wir fahren auch heuer bei der Schiffsmühle vorbei, das Foto ist aber von unserem letzten Besuch im Vorjahr, weil heuer einfach zu viele Leute dort sind, und dann geht’s durch den Auwald wieder auf den markierten Radweg zurück und weiter flussaufwärts. Kurz vor Spielfeld wollen wir den kleinen Hunger stillen und gönnen uns bei einer idyllischen Labestation mit Hase und Enten als Radlerjause ein belegtes und ein Verhackerts-Brot. Den flüssigen Radler, natürlich auch aus der Steiermark, habe ich nicht fotografiert, der ist ja eh Allgemeingut. Satter als geplant geht es dann zurück zu unserem Auto in Ehrenhausen.
Unsere Route ist eigentlich einfach, da sie praktisch nur dem R2/Eurovelo 9 folgt, aber der Vollständigkeit halber könnt ihr sie hier sehen: https://www.komoot.de/tour/1569597440?ref=aso
Buschenschank mit optischer und geschmacklicher Überraschung
Ein Bad im Infiniti-Pool und ein Saunabesuch mit einem Bad an der Sonne, bis sie hinter dem Hügel verschwindet und es kühler wird, dürfen heute auch nicht fehlen. Wir wollen auch zum Abendessen deftiger weitermachen und besuchen eine wunderschöne Buschenschank, das Weingut Tschermonegg, wo wir gestern mit dem Rad vorbeigekommen sind. Wir bekommen noch den letzten Sonnenplatz auf der Terrasse und bestellen zu unseren vorzüglichen Weißweinen ein Hirschcarpaccio mit Spargel und Steirer-Tapas mit Käferbohnensalat. Für’s Auge lasse ich die Bilder sprechen, den köstlichen Geschmack muß ich euch leider vorenthalten. Den Abschluss macht eine Germstraube, die noch flaumiger ist als die geschmacklich ähnlichen Bauernkrapfen, mit einem Glas Frizzante.
Ausgefülltes Samstagsprogramm
Heute wird die Radtour etwas kürzer, weil wir am Nachmittag noch eine Weinverkostung machen wollen und am Abend noch in Graz die chinesische Show Shen Yun besuchen werden.
Gleich nach dem Frühstück geht es los, wir wollen die Kreuzbergwarte besuchen. Die Navigation von Komoot will uns gleich nach gut einem Kilometer durch einen abgesperrten privaten Weingarten leiten, da schadet es nicht auch noch selbst ein bisschen die Orientierung und Richtung zu behalten und den Hügel von der anderen Seite zu umfahren. Die Foto-Hotspots, ob markiert oder nicht markiert, häufen sich, die Aussicht links und rechts ist einfach genial. Wir erreichen bald die Kreuzung mit der Bundesstraße am Karnerberg, wo ich mich daran erinnere, daß wir hier vor Jahren auch mit dem Motorrad Halt gemacht haben. Es geht noch ein paar Kilometer rauf und runter und am Ende rauf, bis die Warte, ein 30 Meter hoher Aussichtsturm aus Holz und Stahl vor uns auftaucht. Da das Wetter sehr klar ist, kann man im Nordwesten sogar den schneebedeckten Hochschwab erkennen (wenn man durch die Tafeln am Turm geführt wird) und im Süden in die Berge Sloweniens.
Dann fahren wir den gleichen Weg zurück, bis meine Frau noch eine Straße entdeckt, die wir zumindest noch ein Stück rauf und runter erkunden. Leider führt sie eher weg von unserem Hotel und es gibt auch keine Möglichkeit in vernünftiger Zeit eine Strecke weiter dorthin zu finden. Wir drehen daher um und stärken uns dann noch kurz in der genialen Osteria Marco Del Vecchio mitten in den Weinbergen mit einem Espresso, bevor wir wieder zum Hotel zurückkehren. Wie meist hat Komoot die Strecke protokolliert:
Da es erst kurz nach 12 Uhr ist, rufen noch Pool und Sonnenliegen, bevor wir hungrig werden und nach Spargelsuppe und Backhendlsalat die Weine verkosten. Da wir beide eher genießende Weintrinker als Weinkenner sind, gebe ich hier keine Kommentare oder Empfehlungen ab, ich habe aber trotzdem zwei Sorten gefunden, die mit nach Hause kommen.
Farbenfroher chinesischer Tanz mit coolen digitalen Effekten, aber leider mit Sektenhintergrund
Am Abend ist ein spezieller Genuss in der Grazer Oper angesagt: Shen Yun, ein Ensemble aus New York tritt nach Salzburg nur noch in Graz auf. Zufällig entdeckt, daß das genau während unseres Kurzurlaubs in der Südsteiermark stattfindet und wir daher nicht sehr weit dafür fahren müssen.
Es zeigt chinesische Volkstänze und Tänze nationaler Minderheiten Chinas. 5000 Jahre Geschichte werden mit den typisch akropatischen Tänzen von der Musik des Orchesters begleitet, das westliche und chinesische Instrumente gemeinsam verwendet, damit es auch für westliche Ohren genießbar ist. Die Shen-Yun-Website übersetzt den Begriff „Shen Yun“ als „die Schönheit tanzender himmlischer Wesen“.
Was aber auch gesagt werden soll: Wenn man während der Aufführung einige Texte mit sehr fortschrittsverweigernden Aussagen liest und hört, erkennt man, daß“Shen Yun“ nicht nur das harmlose chinesische Konzert ist, für das man es auf den ersten Blick hält. Denn hinter der ganzen Organisation steht Falun Dafa, auch bekannt unter dem Namen Falun Gong, die eine chinesische Sekte und Heilslehre mit Exklusivitätsanspruch ist, wie ich erst nachher in meiner Internet-Recherche herausgefunden habe.
Bis heute werden Falun-Dafa-Anhängerinnen und -Anhänger in China verfolgt. „In westlichen Ländern nutzen sie diese Verfolgungssituation für eigene Werbezwecke. Falun Gong vertritt eine neureligiöse Heilslehre und Praxis – mit einem methodisierten Heilsweg unter der Autorität ihres Meisters Li Hongzhi“, erklärt Matthias Pöhlmann, Experte für Sekten, Psychogruppen, Neureligionen und Weltanschauungen bei der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Bayern im Gespräch mit t-online. Mehr dazu könnt ihr auch im Link von T-online unten finden. Wenn man das mitberücksichtigt, kann man sich auf den Augen- und Ohrenschmaus trotzdem einlassen.
Vorm Heimfahren noch zur Herzerlstrasse
Diese Laune des Blickwinkels, das die Herzerlstrasse genau genommen ist, muß man sich ansehen, wenn man schon in der Nähe ist. Daher besteigen wir am letzten Tag vor dem Heimfahren nochmals die Räder und besuchen die Buschenschank auf slowenischem Gebiet, hinter der die Plattform zum Blick aufs Herzerl hinter einem Drehkreuz versteckt ist, das sich nur nach Einwurf von 5 Euro dem neugierigen Besucher öffnet. Auch wenn man diesen Eintritt dann im Hofladen einlösen kann, ist das doch ein recht heftiger Betrag für einen kurzen Blick, darum gibt’s auch nur ein Selfie von mir allein.
Komoot hätte uns zum nächsten Ziel, dem Grenztisch, durch einen verwachsenen Graben geführt, doch ein netter Einheimischer warnt uns kurz davor. So geht es die steile Straße wieder hoch und ein Stück weiter dafür umso schneller mit 17% Gefälle wieder hinunter, bis wir beim Grenztisch ankommen. Nach einem Fotostopp an dieser Stelle, die daran erinnert, dass hier bis 1918 gar keine Grenze war, fahren wir weiter steil hinunter vorbei an den schon erwähnten Wasserbüffeln und dann auf der anderen Seite an vielen äußerst gepflegten Bauernhöfen vorbei den Berg hinauf, bis wir wieder an der Weinstraße angelangt sind und dort nach etwas mehr als 10 Kilometern und 280 meist recht steilen Höhenmetern zurück zu unserem Hotel fahren.
Nicht nur mit zwei, sondern auch mit vier Rädern elektrisch angetrieben
Nach einem Kaffee starten wir die Heimfahrt mit unserem Elektroauto mit den E-Bikes auf der Anhängerkupplung. Wenn wir nicht in Graz mit 120 km Zusatzstrecke gewesen wären, hätten wir die gut 400 km für Hin- und Rückfahrt wahrscheinlich ohne zusätzlichen Ladestopp geschafft. So aber haben wir als einzigen Minuspunkt beim Hotelaufenthalt die Lademöglichkeit vermisst, die es aber in kurzer Zeit geben soll. Wir haben uns deswegen bei 2 Schnell-Ladern herumgeärgert und zu viel Zeit dabei vergeudet, zum Thema E-Auto gibt es aber demnächst einen eigenen Blog.
Bis auf diesen kleinen Minuspunkt hat alles gepasst, vom Wetter über Hotel und Kulinarik bis zum sportlichen Spaß, daß eine Wiederholung im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich ist.
Disclaimer
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Empfehlungen und Links meine persönlichen Entscheidungen nach meinen Erfahrungen sind und ich auch von niemandem einen Vorteil oder eine Unterstützung erhalte. Mein Blog dient rein meinem Mitteilungsbedürfnis und der Freude am Erzählen.