2: Sightseeing in der Geschichte von Hyderabad

Obwohl ich nicht genug geschlafen habe, gehe ich um 9 Uhr zum Frühstück, ich möchte mir ja heute einiges ansehen.

Es gibt Buffet, viele unbekannte Dinge, aber auch Toast mit Butter und Marmelade, ich fange damit an, koste mich dann durch einiges Frittiertes und zum Schluss gibt’s es noch Wassermelone und Ananassaft. Den Kaffee, der laut Beschreibung ein köstlicher südindischer Filterkaffee sein soll, lasse ich stehen und beschließe, ihn ab sofort auch nicht mehr zu bestellen. Da nehme ich lieber was anderes.

Anschließend organisiere ich mir ein Auto mit Fahrer, der mit mir eine Sightseeingtour machen soll. Ich muss noch eine Stunde warten, beschließe zu lesen und schlafe prompt ein, bis das Telefon klingelt. Das Taxi ist vom Hotel und ganz neu, ein kleiner weißer Tata (das ist DIE indische Automarke) und nehme neben dem Fahrer Platz, ich will etwas sehen und dem Tod ins Auge schauen.

Der Verkehr hat hauptsächlich eine Regel: Nach vorne schauen, hupen und nie stehen bleiben

Der Fahrer schlägt vor, zum Salar Jung Museum zu fahren. Ist ok, ich kenn ja eh nichts. Also wieder hinein in den Verkehr, der heute vergleichsweise harmlos beginnt, heute ist auch hier Sonntagsruhe. Die Fahrweise ist aber trotzdem die gleiche, auch mein Fahrer fährt auf einige Zentimeter auf oder an den Fußgängern vorbei, nicht ohne zu dabei ausgiebig zu hupen. Den Außenspiegel hat er angeklappt, ist ja sowieso keine Zeit, nach hinten zu sehen. Ich verstehe schön langsam, nach vorne schaut man und fährt möglichst ohne je stehen zu bleiben, nach hinten horcht man aufs Hupen.

Nach einiger Zeit kommen wir am Hussain Sagar See vorbei, der wurde im 16. Jahrhundert angelegt und ist 5,7 km2 groß. In der Mitte befindet sich eine riesige Buddha-Statue. Wir fahren daran vorbei, da werde ich beim nächsten Mal stehen bleiben. Oben am Berg zeigt mir der Fahrer Birla Mandir, einen riesigen Hindu Tempel.

Ins Salar Jung Museum

Wir kommen zum Salar Jung Museum, der Fahrer gibt mir seine Handynummer und wird auf mich warten.  Ich besorge mir ein Ticket, das kostet 150 Rp für Ausländer, 10 Rp für Inder, wäre also nicht wirklich EU-konform. Fotografieren ist auch verboten, der Fotoapparat kommt in ein Schließfach, ich bekomme den Schlüssel dafür. Überall Militär, beim Eingang dann Kontrolle wie am Flughafen mit Röntgen und Leibesvisitation, das Handy wird nochmals angesehen, ob eh keine Kamera drauf ist. Dann geht’s durch das riesige Museum, dessen über 30.000 Exponate die 3 Salar Jungs I –III (sie waren alle Politiker) zusammengetragen hatten. Von Möbeln über Bilder, Bronzestatuen, Spielzeug (Soldaten) bis Sandelholz- und Elfenbein-Schnitzereien gibt es alles zu sehen, für unsere Begriffe etwas lieblos gemacht, aber die Inder sind sichtlich alle stolz darauf. Auf einmal bin ich in einer Halle, wo schon hunderte Leute stehen und sitzen und anscheinend auf etwas warten.

An der Front steht ein Kasten aus Holz – goldverziert. Ich muss mir das genauer ansehen und lese, dass das eine besondere Uhr ist, die alle 15 Minuten läutet und zur vollen Stunde kommt ein Spielzeugsoldat heraus und schlägt die Stundenglocke. Es ist gleich 11:45, daher warte ich auch. Neben mir nimmt ein Wächter einem Inder das Handy ab, weil er heimlich fotografieren wollte, seine Proteste nützen nichts, aber so viel ich verstehen konnte, kriegt er es nachher eh wieder.

Jetzt ist es 11:45, ein Big Ben – der Schlag kommt verstärkt durch die Lautsprecher, die Uhr ist ja auch aus dem 19. Jh. und in England konstruiert, aber in Indien gebaut worden (sie hat mehr als 350 Teile), alle freuen sich und klatschen. Na ja, vom Hocker reißt das noch nicht, aber ich bin trotzdem neugierig und warte. Um 3 vor 12 geht ein kleines Fenster auf, und ein kleines Männchen kommt heraus, nochmals 3 Minuten warten, dann schlägt er 12x auf die kleine Glocke und das wars dann.

Ich gehe meine Runde weiter, werde immer wieder gefragt, von wo ich komme und wie ich heiße, obwohl ich gar nicht der einzige Europäer bin, das ist einfach indische Freundlichkeit.

Draußen mache ich dann doch noch ein Foto und rufe dann meinen Fahrer an, er ist nach ein paar Minuten da und wir fahren weiter ins Zentrum. Hier wird der Verkehr schon mehr, meine Nerven werden strapaziert, hier könnte ich sicher keinen einzigen Meter fahren, ich würde einfach nicht drankommen.

Der Charminar ( = 4 Minaretts)

Wir kommen zum Charminar, das ist das berühmteste Denkmal von Hyderabad, erbaut 1561-62. Mein Fahrer lässt mich aussteigen, ich werde sofort an allen vorbei hineingelotst, kaufe wieder ein Ticket um 100 Rp (Inder 10 Rp), hier darf ich aber fotografieren. Das Charminar steht wie der Pariser Triumphbogen in der Mitte eines Kreisverkehrs. Ich komme aus dem Schauen nicht hinaus, besteige dann das Gebäude doch noch. Über eine enge Wendeltreppe mit irrsinnig hohen Steinstufen geht’s auf die Plattform hinauf, hier hat man einen tollen Blick auf den Gemüsemarkt und das Gewurrl in den Straßen rundherum. Ich kann mich lange nicht losreißen, dann sehe ich ganz in der Nähe eine Moschee, die will ich auch noch sehen. Hinunter wieder über die Steintreppen, aber wie überquere ich jetzt den Kreisverkehr? Ich folge einigen Indern, die sich durch die Autos und Mopeds durchschlängeln, und alles geht gut. Bis zur Moschee sind es nur ein paar Schritte, ich gehe aber nicht hinein, mache nur heraussen ein Foto. Nachher erfahre ich von meinem Fahrer, dass das Mecca Masjid, die größte Moschee von Hyderabad für über 10.000 Menschen ist. Da möchte ich dann das nächste Mal doch hin.

Durch die Marktstände geht’s wieder zurück zum Charminar, eine Mutter mit Baby am Arm lässt nicht mehr locker und bettelt mich an, irgendwann gebe ich nach und sie bekommt 10 Rupien, das ist nichts, aber sie freut sich und ist ganz schnell weg. Irgendwie schaffe ich es wieder hinein über den Kreisverkehr und rufe meinen Fahrer an. Der erste Anruf sagt etwas von unbekanntem Teilnehmer, obwohl ich nur die Wahlwiederholung gedrückt habe, also cool bleiben, nochmals versuchen, dann klappt es und er kommt auch gleich.

Das Golconda Fort

Er schlägt als nächstes das Golconda Fort vor, das ist 15 km außerhalb, aber ich möchte hin. Auf der Fahrt sehe ich die ersten (heiligen) Kühe, später dann noch ein paar Ochsenkarren, diese dürften aber auch immer weniger werden.

Beim Fort lässt er mich aussteigen, ich sehe am Eingang bereits, daß das ein riesiges Areal ist. Wie ich lesen kann ist das Fotografieren wieder bei Strafe verboten, der Eintritt für Inder 20 Rp, für mich 100 Rp. Das Fotografieren kann man an der Kassa dafür hier um 25Rp dazukaufen, mach ich natürlich.

Gleich auf den ersten Metern werde ich von einem Inder angesprochen, der mir seine Dienste als Guide anbietet. Ich will aber eigentlich alleine gehen und versuche ihn stehen zu lassen. Beim Übersichtsplan beginnt er aber zu erklären, er versteht sein Geschäft. Außerdem komme ich drauf, dass ich alleine wahrscheinlich alles Wichtige übersehe und nehme ihn doch.

Er zeigt mir das 500 Jahre alte „Telefonsystem“, das mit Klatschen funktioniert, wenn man an der richtigen Stelle steht. Er führt mich vorbei an vielen Einzelheiten, zeigt mir die 7 km lange Mauer, die Gemächer der Könige, die 3 unterschiedlichen Stiegen hinauf zum Palast, eine fürs gemeine Volk, eine für die Soldaten (es waren bis zu 35.000 da) und eine für die Könige. Die mussten natürlich nicht selber laufen, die Sänfte wurde von 2 großen und 2 kleineren Trägern getragen, damit der König auch gerade sitzen konnte.

So kommen wir bis hinauf, der Ausblick ist imposant, oben ist auch ein noch benutzter kleiner ganz bunter Hindutempel, in den ich aber nicht hineingehe. Wir gehen wieder hinunter, mein Fahrer kommt sofort nach meinem Anruf.

Wir fahren dann noch zum Birla Mandir, dem riesigen Hindu-Tempel am Berg nahe des Sees. Durch ganz enge Gassen und eine kleinen Basar fahren wir bis zum Eingang. Hier gilt wieder kein Fotografieren, keine Tasche und die Schuhe muss ich auch ausziehen. Ich lasse alles im Auto, wieder Kontrolle, diesmal von 2 sehr schönen Tempelwächterinnen, aber ohne Leibesvisitation, nur das Handy wollen sie sehen.

Der Birla Mandir

Es geht über eine wunderschöne Marmortreppe hinauf, links und rechts ein imposanter Garten. Ich folge den anderen, oben geht’s einmal um den Tempel herum, und dann hinein. Vorne eine Hindugottheit, alle beten, und nehmen einen Schluck Wasser den ihnen ein Tempeldiener in die Hand schöpft. Da ich kein Hindu bin, lasse ich das aber samt dem Opfergeld für die Gottheit aus. Draußen gibt’s noch einen Schrein mit einer kleineren Gottheit und dahinter eine Säule, mindestens 5m hoch und aus Gold. Ich komme am Weg hinunter noch an einigen anderen Schreinen vorbei, sehr imposant und berührend.

Beim Ausgang gibt’s einen riesigen Shop mit Kitsch, wie in Mariazell, Kettchen, Bilder, Statuen, sogar beleuchtet und der Gott drin dreht sich. Ich möchte dann vorm Ausgang doch noch ein paar Fotos machen, der Akku ist aber leider leer. Also geht’s zurück zum Hotel, ich bin eh schon hundemüde und schlafe sofort ein.

Der Tag klingt bei einem exzellenten indischen Abendessen aus

Das Abendessen nehme ich heute im noblen „Blue Fox“ Restaurant im Hotel ein. Ich wähle eine „Lemon Coriander Soup“, das ist eine klare Suppe mit Gemüseeinlage (grüne Bohnen, Maiskolben, Karotte, irgendwelche Blätter, nur ein bisschen scharf und sehr lecker. Als Hauptgang wähle ich „Kandhari Chicken“ in dicker Sauce mit Minze, die anderen Gewürze kann ich nicht wirklich zuordnen, und viel Reis, das ist jetzt ziemlich scharf. Die Rezepte dazu habe ich unten verlinkt. Als Nachspeise nehme ich noch Litchies mit Vanilleeis, ganz cremig und soft, dazu ein Liter Wasser und 2 Cola, der Durst ist groß.

Bevor ich ins Zimmer gehe, mache ich noch einen Abstecher auf die Straße, es ist wirklich ruhiger am Sonntag, aber trotzdem spannend, irgendwo gibt’s ein kleines Feuerwerk, die Mopeds, Autos und 3-Radtaxis sind kreuz und quer unterwegs.

Beim Hotel ist Aufbruch, es war eine Verlobungsfeier und die ersten Gäste verlassendas Fest (wie bei uns, die Älteren und die Familien mit kleinen Kindern). Sehr viele haben schon ein kleines Auto, aber viele hüpfen auch auf Ihr Moped, vorne meistens der Mann und die Frau hinten im Damensitz (wegen des Sari), mit speziellen Damenfussrastern. Aber immer mehr Frauen fahren selbst mit dem Auto, aber auch mit dem Moped.

Das Mopedfahren ist auch eine eigene Spezialität, hier sieht man alles, Fahrer mit und ohne Sturzhelm, die Beifahrer(innen) haben fast nie einen. Manchmal sitzen noch 2 bis 3 Kinder drauf, zwischen den Erwachsenen oder beim Lenker, eine Mutter hält ihr Baby im Arm, ein Vater kommt mit seinem Sohn anscheinend vom Glaserer, der Sohn hält nämlich eine Fensterscheibe in der Hand, und so weiter.

Es ist schon wieder Mitternacht, ich muss schlafen, morgen ist der erste Trainingstag, um 8:30 wartet das Taxi.

Zum Weiterlesen

Tag 3: https://newretiredontheblog.com/2024/11/01/3-trainingsstart-mit-hindernissen/

Links

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Salar_Jung_Museum
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Hussain_Sagar
https://www.expedia.at/Birla-Mandir-Tempel-Hyderabad.d6104592.POI
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Birla_Mandir,_Hyderabad
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Buddha_Statue_of_Hyderabad
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Charminar
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mekka-Moschee
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Golkonda

Rezepte

Indian Lemon Coriander Clear Soup

https://cookpad.com/in/recipes/13795201-kandhari-chicken-gravy

Kandhari Murgh Tikka

1: Von Wien nach Hyderabad

Doha

Pünktlich heben wir in Wien ab, es schüttelt weniger als ich zuerst dachte, der Sturm macht uns keine Probleme, der Anfang ist schon einmal gut. Ich habe mich gut mit meinen Sitznachbarn aus Bahrain und Indien unterhalten. Das Essen war schon sehr lecker, Lamm mit Reis und super guter Würze, Salat, Kuchen, und zum Trinken so viel man will.

Wir kommen einige Minuten früher als geplant um 5:30 in der Nacht in Doha in Quatar an. Der Flughafen ist viel kleiner als er auf der Homepage ausgesehen hat. Mein Anschlussflug um 10 Uhr scheint auf der Anzeigetafel noch nicht auf, das ist aber kein Problem. Ich hole mir ein Cola und „muss“ noch eine Flasche Wasser dazukaufen, damit ich mit Kreditkarte zahlen kann, ich will ja keine Arabischen Rial zurückbekommen.

Dann suche ich den „Silent Room“, den mir mein Sitznachbar aus Bahrain empfohlen hat, der ist aber leider voll, so mach ich noch eine Runde durch den Duty Free Shop, eine Hugo Boss Jeans kostet 110x 1 Cola, das ist mir doch zuviel.

Ich suche mir eine ruhigere Ecke, beobachte die Leute, lese ein bisschen und döse dann doch auch noch. Endlich ist es 9, ich gehe zu meinen Gate 13, wir checken rasch ein und starten pünktlich.

Der Ausblick über Quatar, das ja eine Halbinsel ist, ist jetzt überwältigend, wir fliegen Richtung Persischen Golf hinaus. Wieder gibt’s was Leckeres zu essen, ein zweites Mal Lamm will ich nicht, obwohl es wirklich gut war, daher entscheide ich mich für Vegetarisch. Nach einiger Zeit taucht wieder Land auf, mein neuer indischer Sitznachbar meint, das müsse der Oman und die Straße von Hormuz sein.

Nach 2 ½ Stunden Flug sind wir an der indischen Küste angelangt, wir fliegen eine Zeitlang entlang, dann geht’s in Landesinnere Richtung Hyderabad. Viel Grün, viele Seen, ich bin aber schon wieder froh, bald aussteigen zu können. Pünktlich landen wir in Hyderabad, ich muss noch den Einreisezettel ausfüllen und komme fast als letzter zu Passkontrolle, die zieht sich dann schon einmal 20 Minuten.

Ein Flughafen mit indisch-englischem Kolonialstil-Charme

Der Flughafen hat ein bisschen einen heruntergekommen indisch-englischen Kolonialstil-Charme. Endlich, nach dem Geld wechseln das Gepäck holen, das taucht auch nicht auf, bis ich endlich sehe, dass schon jemand meinen Koffer heruntergestellt hat. Man sieht von hier schon auf die Straße hinaus, bin gespannt, was mich erwartet. Gott sei dank kann ich ohne Problem durch den Zoll, ungefähr jeder dritte muss nämlich seine Koffer aufmachen.

Dann  hat mich Indien, die Menschen stehen dicht gedrängt und warten auf die Ankommenden. Die gelben dreirädrigen Taxirikschas und die alten Taxis wie wir sie aus dem Fernsehen kennen, in Unmengen, ein Hupen und Lärmen ist rundherum. Ich mache mich auf die Suche nach meinem Taxi, irgendwo muss der Fahrer ja mit einem Plakat mit meinem Namen ja sein… Nach der fünften Runde und nach dem 17. Taxifahrer der mich anquatscht, gebe ich auf und sage einem Taxifahrer zu, der mich zum Hotel bringen will, alle anderen schauen böse, aber ich kann mich nicht teilen.

Das Auto will nicht anspringen, es macht eigentlich überhaupt nichts, ist angeblich schon 38 Jahre alt. Der Fahrer lässt es dann zurückrollen, wir überfahren dabei komischerweise niemanden…, er ruft einem anderen Taxler etwas zu, dann springt es auf einmal an. Jetzt geht’s mitten hinein in den Verkehr. Der ist für Europäer unvorstellbar. Den Linksverkehr vergisst man nach ungefähr 2 Minuten, jeder fährt nämlich da wo gerade Platz ist und macht das durch oftmaliges Hupen kund. Rot wird aber bei der Ampel doch eingehalten. Eine ältere Bettlerin kommt zum Auto und klopft an meine Scheibe, ich ignoriere sie, was soll ich sonst machen?

Nach den Zwischenfragen des Fahrers bin ich nicht ganz sicher, ob er wirklich weiß wo ich hin will, ich gebe ihm zur Sicherheit dann doch die Adresse und er fragt noch komischer, ich bin schon auf alles mögliche gefasst. Gut dass ich einen Fixpreis von 300 Rupien ausgemacht habe. Bei dem Verkehr bin ich froh, ein normales Auto und nicht eine der gelben Taxi-Rikschas um 90 Rupien genommen zu haben. Nach 20 Minuten sind wir doch, anscheinend ohne Umwege beim Hotel, es sieht viel schöner aus als im Internet, das ist schon einmal positiv.

Meine Hotelsuite

Eine ganz tolle moderne Halle. Also einchecken. Wer sind Sie? Can you spell? I cannot find your name… Wieder einmal was schief gegangen mit der Reservierung? Endlich kommt eine Kollegin dazu und hilft suchen. Ah, sie haben erst ab morgen reserviert, warum sind sie heute schon da? Nun ist mir klar, warum ich nicht am Flughafen abgeholt wurde. Haben Sie doch noch ein Zimmer für mich? Sie haben Glück, es gibt noch eines, gestern waren wir nämlich ausgebucht. Mir ist es fast egal wie es aussieht. Da sagt sie, ich habe nur noch ein Executive Zimmer, das kostet normal ungefähr 130 Dollar, aber sie können es haben. Wenn es niemand bucht, können Sie die 2 Wochen zum ausgemachten Preis von 85 Dollar drinnen bleiben!

Das Zimmer ist dann eine Suite im 6. Stock aus 2  Räumen und einem Bad mit mehr als 50 m2, ziemlich neu, richtig toll. Ich packe aus, dusche, leg mich einige Minuten aufs Bett und schlafe dann mehr als eine Stunde. Es ist bereits nach 19 Uhr und schon dunkel, ich beschließe, mich noch kurz in das Getümmel auf die Strasse zu stürzen.

Wieder Autos, Mopeds und Menschenmassen wild durcheinander, dass da nicht alle 2 Minuten jemand überfahren wird, grenzt für Europäer an ein Wunder. Ich gehe die Straße die wir gekommen sind hinunter, alle Geschäfte haben noch offen, es ist viel weniger schmutzig als ich es mir vorgestellt habe, nur vieles ist eben desolat oder unfertig. Ein alter verschmitzter Inder stupst mich im Vorbeigehen mit den Zeigefinger an, der wollte den Europäer testen, denke ich. Sonst keine Vorkommnisse, ich schaue in eine Shoppingmall hinein, und mache dann kehrt, ich will mich ja nicht verlaufen, was absolut keine Kunst wäre.

Zurück zum Hotel organisiere ich mir einen WLAN Zugang, bringe ihn aber nicht zum Laufen, daher ein paar SMS an Evi, damit sie weiß dass ich eh lebe. Dann habe ich doch Hunger, das Personal ist äußerst zuvorkommend und hilfsbereit, ich bin umringt von Kellnern, die mir alles erklären. Ist gar nicht so einfach zu verstehen, das Englisch mit indischem Akzent, und meine Ohren sind auch noch immer verschlagen.

Ich entscheide mich für das Buffet, da kann ich mir anschauen was ich will. Es gibt dort mindestens 15 Behälter mit leckeren Dingen, ich bleibe bei Gemüse in 2 verschiedenen Varianten und Reis. In der Zwischenzeit habe ich eine Suppe serviert bekommen, die esse ich noch vorher, sehr lecker und nur etwas scharf.

Jetzt geht’s an Gemüse und Reis, ich muss mir noch Fladen holen, und die Kellner kommen mit dem Wasser nachschenken fast nicht nach, ist halt schon etwas scharf. Das Eis und den Obstsalat als Nachspeise lasse ich lieber aus, ich muss ja meine Verdauung nicht gleich über Gebühr austesten.

Dann geht’s wieder auf Zimmer, ich bin eigentlich müde, aber wirklich schlafen kann ich auch nicht, jetzt ist es bereits 1:30, das ist in Österreich 21 Uhr. Ich sollte aber schlafen, morgen möchte ich die Stadt erkunden.

Zum Weiterlesen

hier kommt der Link zum nächsten Tagebucheintrag

Links

Hyderabad war im Jahr 2007 gemeinsam mit Secundarabad als Twincity schon eine der größten Städte Indiens, heute ist diese Doppelstadt die viertgrößte Stadt Indiens. Sie darf nicht mit mit Hyderabad in Pakistan verwechselt werden.


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hyderabad_(Indien)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Secunderabad

Namaste! – Memories of India

Sieben spannende Wochen in Indien

Normalerweise halte ich mich bei der Verwendung von Redewendungen oder kulturell zugeordneten Worten zurück, da das leicht zu Missverständnissen führen kann, auch ohne sofort von kultureller Aneignung zu sprechen. Diese Begrüßung soll aber zeigen, wie wohl ich mich bei meinem insgesamt mehrwöchigen Aufenthalt in Indien mit den unterschiedlichsten Erlebnissen gefühlt habe.

Ich durfte im Jahr 2007 für meine Firma Capgemini als einer der ersten Europäer unserer Firma ein SAP Training in Indien absolvieren und war dann in meinen Kursen in Hyderabad einer von drei und Mumbai der einzige Europäer. Die notwendigen Impfungen und das Visum wurden buchstäblich im letzten Moment fertig, da die Entscheidung, mich zum Kurs nach Indien zu schicken, von meinem Chef recht kurzfristig getroffen wurde und so stand dieser neuen Herausforderung nichts mehr im Weg.

Ich habe damals neben vielen Fotos auch eine Art Tagebuch für meine Frau und die Familie geschrieben, das ich jetzt praktisch unverändert hier in meinem Blog veröffentlichen möchte. Die einzelnen Einträge gingen regelmäßig per Mail nach Hause.

Da ich das vor fast 18 Jahren geschrieben habe, sind sicher viele Dinge heute ganz anders, ich möchte es aber im Sinn der Authentizität so belassen, wie ich es damals auch mit meinem damaligen Wissensstand ausgeführt habe.

Zum SAP Training kommt nur sehr wenig vor, da das ja meine Frau und die Familie nicht so interessiert  hatte. Dafür wird es aber auch am Ende den ersten englischen Blogartikel geben, der in dieser Form im Talent, dem Capgemini Intranet veröffentlicht wurde.

Eine bunte, laute, beeindruckende Reise nach Hyderabad, Mumbai und Goa

Es sind insgesamt gut 30 Tagebucheinträge, die ich unverändert mit euch teilen möchte.  An zwei Stellen werde ich aber trotzdem zusätzliche Anmerkungen machen, da sowohl in Hyderabad als auch in Mumbai bald nach meinem Besuch Terroranschläge an Orten verübt wurden, die ich ebenfalls und ohne Angst besucht hatte.

Ich werde aber auch versuchen, möglichst authentische Rezepte zu meinem täglichen Essen zu finden, und am Ende der Tagebucheinträge hinzuzufügen, ich übernehme aber keine Verantwortung für das Gelingen.

Zum Weiterlesen

Tag1: https://newretiredontheblog.com/2024/10/27/1-von-wien-nach-hyderabad/

Links

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hyderabad_(Indien)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Secunderabad

Last Ride 2024

Es hat immer wieder etwas Melancholisches in sich, wenn die letzte Motorrad-Ausfahrt im Herbst näher rückt. Irgendwie ist doch ein Jahr vorbei, darum soll die letzte Fahrt deshalb Spaß machen, und das Wetter sollte auch mitspielen. Obwohl es zu Beginn nur 16 Grad hat, trifft alles heute zu, die Sonne wird immer wärmer und taucht die Bäume an der Strecke in ein schönes leuchtendes Ocker und der Nebel im Donautal hat auch keine Chance.

Ich habe einen privaten Termin in Ybbs an der Donau, daher habe ich beschlossen, eine Runde durch das Waldviertel zu machen und am nächsten Tag das Motorrad bei meiner Schwester einzuwintern. Die Anfahrt geht durch den Wienerwald über Klausen-Leopoldsdorf nach Pressbaum, dort gleich wieder weiter auf kleinen Sträßchen, die immer wieder wegen Ausuferungen der jetzt wieder kleinen Bäche teilweise bis zur Fahrbahnhälfte ausgerissen sind, nach Rappoltenkirchen und Judenau mit seiner Schloßdurchfahrt hinein ins Tullnerfeld und vorbei am gleichnamigen Bahnhof, der erst Mitte Dezember wegen der Hochwasserschäden wieder mit der Westbahnstrecke in Vollbetrieb gehen wird.

Hochwasserschäden im ganzen Land

Es ist nicht zu übersehen, daß hier im Tullnerfeld das Hochwasser gewütet hat, aber trotzdem unvorstellbar, bis zu welcher Höhe das Wasser gekommen ist, wenn man heute die kleinen Rinnsale sieht, die das verursacht haben. Viele Felder sind zerstört, auf manchen steht noch immer das Wasser und das eine oder andere Sperrmüll-Lager ist zwar schon geräumt, aber trotzdem noch erkennbar. Vieles aber ist bereits gesäubert und sogar repariert, man kann als Österreicher stolz auf das Land und die beinahe übermenschliche Leistung unserer Bevölkerung sein. Trotzdem bleibt der schale Beigeschmack, daß es noch viele Jahre brauchen wird, bis alles aufgearbeitet ist. Ich überquere die Donau Richtung Norden über die alte Tullner Donaubrücke und dann geht es Richtung Westen durch die Au, wo der Gestank des ertrunkenen Wildes noch unverkennbar ist.

Von der Donau an den Wagram

Über Trübensee und Neustift am Felde komme ich an den Wagram, diesem Weinbaugenbiet mit den typischen steilen Lösshängen und ihren eingeschnittenen Kellergassen. Diese Gegend habe ich weder mit dem Motorrad noch mit dem Fahrrad erkundet und sie begeistert mich mit der herbstlichen Vielfalt.

Da ich den Weinbauort Kirchberg am Wagram noch nie besucht habe, sticht mir umso mehr der Hügel, wo die Wallfahrtskirche Maria Trost über dem Ort thront, ins Auge und mache daher meine erste richtige Pause. Ich marschiere vom Marktplatz mit vielen wunderschönen Bürgerhäusern aus der Übergangszeit von der Renaissance zum Barock und wo auch gerade der wöchentliche Naschmarkt zu Ende geht, zur Kirche hinauf.

Der Innenraum der ursprünglich gotischen Kirche wurde von der Künstlerfamilie Carlone Anfang des 18. Jahrhunderts barockisiert. Beim nördlichen Kircheneingang fallen zwei herrliche jeweils aus einem Stück Lindenholz geschnitzte  Barockfiguren auf. Es sind der hl. Leopold mit seiner Stiftung Klosterneuburg auf dem Arm und gegenüber der hl. Karl Borromäus. Beide Statuen wirken auf mich gar nicht barock überladen, sondern beinahe schlicht und modern.

Nach einer Runde in der und um die Kirche mit Blick auf den Wagram schwinge ich mich wieder aufs Motorrad. Der weitere Weg führt über Gösing am Wagram und Straß im Straßertal, das eigentlich ein Teil des Kamptales ist, bis Langenlois, das auch als größte Weinbaugemeinde Österreichs bezeichnet wird. Wir haben hier schon einige Male Halt gemacht und das Loisium oder die Kittenberger Erlebniswelten besucht und den einen oder anderen Wein gekauft, so geht es heute ohne speziellen Stopp weiter.

Durch das herbstlich bunte Waldviertel

Der nördlichste Punkt meiner Route liegt in Gföhl, von wo es über kurvige kleine Straßen durch Wurfenthalgraben und Unter- und Ober-Meising Richtung Nöhagen durch die farbenprächtige Waldviertler Herbstlandschaft geht.

Mühldorf im Spitzer Graben ist eine weitere Zwischenstation, von wo aus es nördlich des Jauerlings an einigen Christbaumkulturen vorbei ging. Mehr als die Hälfte der heimischen Christbaum-Anbaufläche liegt in Niederösterreich und das Hauptproduktionsgebiet ist der Jauerling. So kenne ich jetzt auch die Heimat unseres nächsten Weihnachtsbaums.

Über ein kurzes Stück des Weitentales durch die Herbstwälder komme ich durch eine Seitengasse nach Artstetten. Das gleichnamige Schloß mit dem Museum um den 1914 in Sarajevo ermordeten Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este steht noch immer auf meiner Bucketlist, aber heute ist die Zeit zu knapp dafür.

Wallfahrtskirche und Kraftplatz Maria Taferl

Dann sind es nur mehr ein paar Kilometer bis zu meiner letzten Station vor dem Ziel in Ybbs, der Wallfahrtskirche Maria Taferl. Sie steht hoch über dem Donautal, man kann vom Platz davor angeblich bis zu 300 km weit ins Voralpenland, weit über den Ötscher hinweg sehen. Die Basilika Minor ist mit der Kuppel von Jakob Prantauer, dem Architekten des Stift Melk, immer wieder auch als Kraftplatz einen Besuch wert. Nicht umsonst ist sie 2024 auch der niederösterreichische Beitrag für die ORF-Show „9 Plätze, 9 Schätze“.

Ich genieße noch kurz die spätnachmittägliche Stimmung mit der in der Sonne glitzernden Donau, bevor ich die Serpentinen hinunter nach Marbach nehme und donauaufwärts bis Persenbeug und über die Donaubrücke nach Ybbs fahre.

Eine schöne Ausfahrt, mit vielen Kurven durch das herbstliche Waldviertel und auch wieder einigen Zwischenstationen mit interessantem Hintergrund ist ein guter Abschluss meiner ersten Motorradsaison in der Pension. Der Blick von der Donaulände gegen Maria Taferl und das Schloß Persenbeug lassen diesen Motorradtag ausklingen.


Natürlich gibt es auch hier eine Route dazu: Last Ride durchs Waldviertel | Kurviger

Links

https://www.donau.com/de/donau-niederoesterreich/essen-trinken/wein-geniessen-erleben/weingebiete-weinstrassen/detail-weinstrassen/weinbaugebiet-wagram/
https://www.kirchberg-wagram.at/tourismus/sehenswertes/wallfahrtskirche-maria-trost.html
https://www.langenlois.at/
https://kurier.at/leben/reise/jauerling-der-berg-von-dem-der-christbaum-kommt/402699424
https://www.niederoesterreich.at/ausflugsziele/a-basilika-maria-taferl

Denkanstöße zum Umgang mit Mensch und Umwelt in der größten Freiluft-Fotoausstellung Europas

Manchmal ist Netzwerken und Freundschaften pflegen nicht nur für jemanden selbst vorteilhaft, sondern auch für eine Stadt oder Region. Ein Beispiel dafür ist Professor Lois Lammerhuber, der mit Jaque Rocher, dem Sohn des Biokosmetikherstellers Yves Rocher befreundet ist, der als Bürgermeister von La Gacilly in der Bretagne im Jahr 2004 eine Freiluft-Fotoausstellung in seiner Stadt ins Leben rief.

2018 gelang es Lois Lammerhuber trotz einigem anfänglichen Gegenwind diese Open-Air-Galerie nach Baden bei Wien zu bringen. Mittlerweile ist dieses Veranstaltung aus dem Sommerprogramm der Stadt nicht mehr wegzudenken und hat die französische Mutterausstellung im Ausmaß bereits überholt. Auf 7 km in zwei verschiedenen Routen können sich die Besucher von Mitte Juni bis Mitte Oktober bei freiem Eintritt mit gut 1.500 Werken der weltbesten Fotografen auseinandersetzen.

Die bis 200 m2 großen Bilder werden immer im Jahr nach der Ausstellung in La Gacilly in Baden gezeigt. Ergänzt wird das in Baden um Fotoprojekte von Schulen, Fotografien der niederösterreichischen Berufsfotograf:innen und die Bilder der Gewinner des CEWE Fotowettbewerbs, verteilt auf die Plätze und Höfe der Badener Innenstadt und die Parks der Kurstadt. Die jährlich neuen Themen der Bilder drehen sich immer um Menschen, Umwelt, Nachhaltigkeit und unseren Umgang mit unserer Welt und Natur und regen durch ihre schiere mengen- und größenmässige Präsenz in der Stadt zum Nachdenken und auch zur Selbstreflexion an.

Heuer ist das Thema WELT.NATUR.ERBE und soll Denkanstöße geben, wie wir als Menschen einerseits miteinander und andererseits mit unserer Umwelt und Natur umgehen. Ich lasse hier lieber die Bilder sprechen, die ich mit meinem Handy „geknipst“ habe, ohne mit passenden oder unpassenden Texten davon ablenken zu wollen. Die Bilder sind auch bewußt nicht wie in der Ausstellung gereiht.

Wir sind wie viele andere von Anfang an mit dabei und besuchen die Fotogalerie jedes Jahr, meistens in 2 Tagen, ausgehend vom Besucherzentrum am Brusattiplatz, verbunden mit einem Frühstück oder zumindet einem Kaffee in einem der Kaffeehäuser und einer kleinen Fahrradtour von daheim über den Wr.Neustädter Kanal und durch die Weinberge.

Meist entdecken wir bei unserem Spaziergang das eine oder andere Motiv in der Stadt, die 2021 mit der Vereinigung Great Spa Towns of Europe als transnationale, serielle Welterbestätte in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Elf Kurorte in sieben europäischen Ländern sind mit ihren historischen Kur- und Badeanlagen, Trink- und Wandelhallen, Promenaden, Parks, Lustgärten und Kurhotels Teil davon. Der Undine-Brunnen im Kurpark wurde erst am Tag vor unserem Besuch neu renoviert wieder in Betrieb genommen.

Auch für uns Motorradfahrer gibt es immer wieder Bilder, die auch uns zum Nachdenken anregen können.

Weil wir seit dem ersten Jahr dabei sind, möchte ich euch zum Abschluss noch für jedes Ausstellungsjahr das eine oder andere Motiv als Beispiel mitgeben und Lust auf mehr und die Ausstellung 2025 machen, die sich mit „Australien und jenseits davon“ beschäftigen wird.

2018: „I Love Africa“

2019: „Hymne an die Erde“

2020: „Niemals aufgeben“

©Lois Lammerhuber / Festival La Gacilly-Baden Photo 2020 Exhibition

2021: „Viva Latina!“

2022: „Nordwärts!“

2023: „Orient“

2024: „Welt.Natur.Erbe“

Links

https://festival-lagacilly-baden.photo/de
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Festival_La_Gacilly-Baden_Photo
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lois_Lammerhuber
https://edition.lammerhuber.at
https://noe.orf.at/stories/3266118/
https://www.bretagne-reisen.de/reiseziele/die-10-reiseziele/destination-broceliande/la-gacilly/
https://www.unesco.at/kultur/welterbe/unesco-welterbe-in-oesterreich/great-spa-towns-of-europe
https://www.niederoesterreich.at/weltkulturerbe-kurstadt-baden

Zweimal mit dem Motorrad: Drunt im Burgenland und Ohne Schnaps in St.Kathrein

Zuerst drunt im Burgenland bei einer bemerkenswerten Kirche im Grenzgebiet

Für meine deutschen Freunde: Drunt bedeutet „tief unten“, wobei das in diesem Fall relativ ist, weil das Süd- und Mittelburgenland recht hügelig sein kann. Der Titel ist auch die erste Zeile eines recht populären Volksliedes und handelt von einem schönen Mädchen zum Heiraten (siehe Link unten), aber darum geht es hier auch nicht. Ich will eigentlich nur sagen, dass ich von meiner Motorradausfahrt ins Südburgenland erzählen möchte. Und woher das Burgenland seinen Namen hat, könnte man aus einigen Bildern in diesem Beitrag schließen, aber das ist auch nicht ganz richtig, aber davon später mehr.

Durch das südliche Niederösterreich

An diesem Tag wollte ich einfach ins tiefste Südburgenland und mir eine Kirche im ehemaligen Niemandsland des eisernen Vorhangs zwischen Österreich und Ungarn ansehen. Zuerst fuhr ich an der Hohen Wand vorbei ins Steinfeld und dann über Bad Erlach in die Bucklige Welt wo mir in Kirchschlag noch in Niederösterreich die erste Burg ins Auge sprang.

Jetzt ist es Zeit, wieder mit altem Schulwissen anzugeben, bevor die nächste Burg vor die Linse meiner Kamera kommt. Der Name „Burgenland“ kommt nicht direkt von den recht vielen Burgen im Land, sondern von drei altungarischen Komitaten (Bezirken): Wieselburg (Moson), Ödenburg (Sopron) und Eisenburg (Vas). Diese gehören aber als Resultat der Volksabstimmung 1921 gar nicht mehr zu Österreich und damit auch nicht mehr zum Burgenland.

Nach diesem historischen Exkurs geht es weiter, meine Crosstourer brachte mich vorbei an der Aussichtsplattform „Guglhupf“ mit  genialem Blick über die hügelige Landschaft immer weiter Richtung Süden.

Von Burg zu Burg

Vorbei an Bernstein, wo ich die Burg nicht  fotografiert habe, kam nach einigem Auf und Ab die Burg Schlaining ins Blickfeld. Hier fand von 2021 bis 2023 die Jubiläumsausstellung „Wir sind 100. Das Burgenland schreibt Geschichte“ statt, bei der ich zum ersten Mal in dieser Burg war. Diesmal gönnte ich mir am Hauptplatz einen Kaffee in der Sonne.

Weiter ging es durch die noch immer leicht hügelige Gegend über Großpetersdorf und Kohfidisch bis nach Güssing, wo schon von weitem die Burg auf einem Felsstock zu erkennen war. Ich habe mir dann noch beim Fußballplatz am Rand der Fischteiche einen Fotostopp gesucht, um auch aus dieser Perspektive ein schönes Bild zu bekommen.

Ein Symbol für ein friedliches Europa

Über Kleinmürbisch fuhr ich dann durch Inzenhof und weiter auf einem Feldweg, der schließlich in einen kilometerlangen Schotterweg durch den Wald überging, bis ich Google Maps zusätzlich neben dem Navi konsultierte, ob der Weg noch richtig sei. Es war richtig und nach einem weiteren Kilometer öffnete sich der Wald und nach einem kleinen Parkplatz stand ich direkt an der Grenze und dahinter lag die schon erwähnte Kirche, die Wallfahrtskirche St.Emmerich.

Ich parkte mein Motorrad am Platz vor der Kirche, die während des Zweiten Weltkriegs von Österreich abgeschnitten wurde und dann während des Kommunismus zerstört direkt hinter dem Eisernen Vorhang lag. Bilder in der ab 1990 mit viel Engagement renovierten Kirche zeugen davon.

Der Platz mit seiner Ruhe mitten im Wald zwischen Österreich und Ungarn ist einerseits Mahnmal und andererseits Symbol für ein offenes friedliches Europa, das leider gar nicht mehr so selbstverständlich ist.

Zurück ging es wieder über den Waldweg bis Inzenhof und weiter über Großmürbisch bis nach Heiligenbrunn, wo ich mir das berühmte Kellerviertel ansehen wollte.

Dieses Ensemble aus 141 historischen Kellern, die genau genommen keine sind, sondern kalkverputzte Holzhäuser mit Strohdach, wird zum Großteil noch in ihrem ursprünglichen Sinn genutzt, aber während meines Besuches war alles geschlossen.

Ich traf nur einen Besitzer, der mir erzählte, daß er mit 78 Jahren zu den Jüngeren hier gehörte und nicht sicher war, ob die nächste Generation auch noch bereit sein werde, alles zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. So musste ich hungrig weiterfahren.

Weitere Grenzerfahrungen

Meine Route führte mich jetzt wieder Richtung Norden die B56 entlang bis kurz nach Moschendorf, wo mich mein Navi an einer Kapelle quasi über die Direttissima leitete.

Erst im nächsten Dorf erkannte ich, daß ich mich wieder in Ungarn befand, und das ohne Pass oder Personalausweis. Die Häuser der typischen Straßendörfer waren sehr gepflegt und fast vollständig renoviert. Auf einmal erkannte ich an den Verkehrszeichen, daß ich wieder in Österreich gelandet war, bis mir eine für deutschsprachige Augen und Ohren interessante Ortstafel auffiel.

Nochmals zwei Dörfer weiter leitete mich das Navi über einen extra holprigen Weg und eine kleine Brücke wieder zurück nach Österreich auf die B56 und weiter vorbei an Eisenberg bis nach Rechnitz. Hier gönnte ich mir im ersten Supermarkt seit Güssing eine Leberkäsesemmel zur Stärkung, bevor es weiter auf den Geschriebenstein ging.

Kurven hinauf und hinunter

Der Wolf von Bike on Tour empfiehlt den Geschriebenstein auch als kurvenreichen Ausflug auf den Berg der Burgenländer, ich kann dem nur zustimmen. Am Parkplatz am Scheitelpunkt könnte man in einer halbstündigen Wanderung zum Aussichtsturm gehen, wo genau durch die Mitte der Aussichtsplattform die Staatsgrenze zwischen Ungarn und Österreich verläuft.

Ich habe das bereits vor einigen Jahren gemacht, drum genieße ich ohne weiteren Stopp die schönen Kurven hinunter nach Lockenhaus. Von dort brachte mich die B55 über Bad Schönau und Krumbach mit seiner Burg bis Grimmenstein, dessen Burg hier auch fehlt.

Ich folgte dann der B54 bis kurz nach Schwarzau im Steinfeld, wo ich links abbog, um über St.Egyden, Weikersdorf und Bad Fischau Wr.Neustadt zu umfahren und dann über Steinabrückl und Matzendorf zum Tanken das letzte Stück Heimweg zu genießen.

KURVIGER Link: https://kurv.gr/SetUc

Kein Schnaps in St.Kathrein

Heuer musste ich meine Herbstausfahrt für Freunde und Bekannte zweimal verschieben, sodaß sie dann erst am letzten Sonntag stattfand. Auf Vorschlag eines Freundes sollte das Ziel ein Hotel und Landgasthof in St.Kathrein am Offenegg sein. Das klappte diesmal nicht ganz, der Gasthof war wegen einer großen Hochzeit ausgelastet und von den Teilnehmern kamen immer mehr Absagen. Ein Ersatz zum Mittagessen war schnell gefunden, das neue Ziel war der Jagawirt auf der Brandlucken, ebenfalls zu St.Kathrein gehörend.

So war die Runde der Teilnehmer diesmal sehr klein und wir starteten zu zweit, was aber bei Sonnenschein den Spaß nicht kleiner machte. Der Hart bei Aigen hinunter nach Markt Piesting ist mit seinen Haarnadeln einerseits und einigen flotten langgezogenen Kurven immer wieder ein Genuß zum Start einer Runde. Über Dreistetten und Muthmannsdorf führte uns die Route übers Steinfeld die B17, die A2 und die B54 kreuzend nach Bad Erlach und schön kurvig in die Bucklige Welt über Bromberg und Lichtenegg und das Weiße Kreuz nach Krumbach zur Kaffeepause.

Über die Bucklige Welt ins Feistritztal

Weiter ging es auf einer Strecke, die ich selbst seit Jahren nicht gefahren bin, in vielen Kurven über die Bergrücken vorbei am Hutwisch nach Hochneukirchen und hinunter nach Pinggau, ein Stück auf der B54 bis Rohrbach an der Lafnitz und dann das immer wieder schöne Tal des Voraubachs zum Stift Vorau und weiter nach Birkfeld.

Windwürfe am Straßenrand

Hier beginnt das Gebiet der Sommeralm und Teichalm, das vor einer Woche nicht vom Hochwasser, aber von den Stürmen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Viele zusammengeschnittene Bäume am Straßenrand und teilweise ganze Hänge mit geknickten, schräg lehnenden und entwurzelten Bäumen lassen das Ausmaß der Schäden nur erahnen.

Die Straße hinauf auf die Brandlucken war aber trotzdem wieder ein Gustostückerl mit schöner Aussicht und vielen Kurven. Der Parkplatz beim Jagawirt war recht voll und so war es gut, auch für uns zwei reserviert zu haben. Der Schweinsbraten mit Semmelknödel war zur Stärkung genau richtig und auf jeden Fall zu empfehlen. Ein Schnaps danach hier in St.Kathrein hätte schon gepasst, aber als Motoradfahrer ist das absolut tabu und so folgten wir dem Lied von Stefan Remmler nicht, aber wir haben ja seine Sterne in Athen auch nicht gesehen.

Der Rückweg führte uns wieder hinunter bis Birkfeld und dann weiter über die B72 ins Joglland bis Ratten und Rettenegg und dann den Feistritzsattel hinauf und zurück nach Niederösterreich ins Wechselgebiet. Nach Trattenbach und Otterthal ging es vorbei an der Burg Wartenstein nach Gloggnitz zu einer abschließenden Kaffeepause.

Eine schöne Ausfahrt geht zu Ende

Zum Heimweg entschieden wir uns, etwas abzukürzen und statt über Puchberg am Schneeberg einfach über die B17 bis Neunkirchen und dann die Blätterstraße nach Bad Fischau und über Steinabrückl und Matzendorf zu fahren. So ging dann eine angenehme 300km-Runde gemütlich zu Ende.

Da ich bei Ausfahrten mit Freunden wenig bis gar nicht fotografiere, sind die Bilder von diesem Teil aus meinem Archiv.

Hinfahrt: https://kurv.gr/XkWUu

Rückfahrt: https://kurv.gr/eXuAN

Links

https://www.volksliederarchiv.de/drunt-im-burgenland-steht-ein-bauernhaus/
https://landesmuseum-burgenland.at/ueber-uns/geschichte-des-burgenlandes/
https://burgenland.orf.at/stories/3256402/
https://kultur-burgenland.at/presse/presse-detail/friedensburg-schlaining-zwei-jahre-jubilaeumsausstellung/
https://www.burgenland.info/dc/detail/POI/st-emmerichskirche-11
https://www.kellerviertel-heiligenbrunn.at/das-kellerviertel-heiligenbrunn/
https://www.bike-on-tour.com/unterwegs/tagestouren/geschriebenstein/
https://www.rechnitz.at/de/tourismus-und-freizeit/sehenswuerdigkeiten/detail/aussichtswarte-am-geschriebenstein/

Mit dem Motorrad zum Renaissance-Schloss Schallaburg

Die Schallaburg in der Nähe von Melk an der Donau wird seit 50 Jahren als Ausstellungszentrum des Landes NÖ genutzt. Zu diesem Jubiläum besannen sich die Verantwortlichen der Wurzeln des Schloßes und richteten eine Ausstellung mit dem Thema „Renaissance einst, jetzt und hier“ ein.

Weil ich gerne mehrere schöne Dinge miteinander verbinde, nutzte ich das sonnige Wetter und fuhr mit dem Motorrad über den Wienerwald in das Gebiet südlich von St.Pölten, das äußere Pielachtal, ein bisschen Dunkelsteinerwald bis in die Nähe von Loosdorf mit Blick auf die imposante Schallaburg. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, daß wenige Tage später große Teile meiner Motorrad-Route im Hochwasser versinken sollten.

Geschichtsträchtige Gegenwart

Diese Ansicht kennen alle, die auf der Autobahn A1 Richtung Wien fahren und einige Kilometer nach dem Blick nach links zum Barockstift Melk rechts ein Schloß mit einem imposanten Turm am bewaldeten Hang entdecken.

Die Spuren der Renaissance in Niederösterreich sind an vielen Orten zu erkennen, von Krems über Wr.Neustadt bis eben zur Schallaburg. Diese Epoche von nicht ganz 200 Jahren ging aus dem hundertjährigen Krieg hervor und ist einerseits als Wiedergeburt der Antike und andererseits als eine erstmalige Emanzipation des Bürgertums von Adel und Klerus zu verstehen. Das zeigt sich nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Wissenschaft und Bildung. All das wird in dieser sehenswerten Ausstellung, die noch bis 3.November 2024 läuft, thematisiert.

Der Innenhof der Schallaburg mit seiner Terrakotta-Verkleidung wurde zu ihrem Markenzeichen und zugleich zu einem Denkmal der Renaissance. Terrakotta war aber schon in der Antike ein beliebtes Material gewesen, beispielsweise bei der Herstellung der Tanagra-Figuren. Sie stammen aus der gleichnamigen Stadt in Zentralgriechenland und wurden in großen Mengen exportiert. 

Schattenprojektion – eine etwas andere Darstellung des Schloßes

Dieses Kunstobjekt soll auf die drei große Erzählbereiche aufmerksam machen: das Renaissanceschloss, das Menschenbild und die Lebenswelt der Renaissance.
Die Schallaburg wurde unter dem Adelsgeschlecht der Losensteiner zu einem prächtigen Renaissanceschloss ausgestaltet. Trotzdem ist heute von den Losensteinern nur mehr ein Schatten übrig.

Wirklichkeitstreue und Selbstsicht

In vielen Bildern von bekannten und auch namenlosen Personen schufen die Künstler der Renaissance oft  wirklichkeitsgetreue Abbilder von lebenden Personen, aber sie zeigten auch, wie Menschen sich selbst sahen und wie sie gesehen werden wollten.

Künstler wie Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., aber auch Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora als Beispiel des damaligen Verständnisses von Ehe und Familie, aber ebenso gänzlich Unbekannte wurden bildlich thematisiert. Aber nicht nur Bilder, sondern auch modische Objekte wie Highheels,  Münzen und Medaillen als, heute würde man sagen, Werbemittel sind zu sehen und geben Einblick in die Lebenswelt der Renaissance.

Was von den Losensteinern blieb

Heute sind die bildhaften Spuren der Familie äußerst spärlich: Kein Bild existiert von Christoph II., ein einziges Porträt von Hans Wilhelm. Ihre Frauen liegen gänzlich im Dunkeln. Gäbe es die so gut erhaltene Schallaburg nicht in der heutigen Form, wüssten wir noch weniger von ihnen, so ist sie aber zu ihrem zentralen Erinnerungsobjekt geworden. 

Bildung ist mehr als Wissen

Mit diesem Satz kann man den Bogen zum Heute spannen: Eigentlich gilt diese Aussage in einer Zeit umso mehr, wo nur mehr Detailwissen und Silodenken, die durch KI ohne menschliches Zutun zu einem vermeintlich Ganzen zusammengefügt werden.

Der Anspruch von Martin Luther,  daß Bildung allgemein zugänglich sein sollte, wurde durch die deutschsprachige Bibelübersetzung, die von der damaligen katholischen Kirche abgelehnt wurde, besonders unterstrichen.

Die von den Losensteinern gegründete hohe Schule von Loosdorf, nach heutigen Begriffen ein Gymnasium, ist ein beeindruckendes Beispiel für den Zugang zu gehobenen Bildungsansprüchen. Sie war sozial durchlässig und ermöglichte, wenn auch nur den männlichen Kindern armer Familien, den Zugang zur gehobenen Bildung. Der damalige Nachteil war die protestantische Ausrichtung und so wurde sie nach wenigen Jahren im Zug der Gegenreformation aufgelöst. Das Gebäude ist in der damaligen Form noch heute erhalten.

Weit sehen, aber auch gesehen werden

Die Schallaburg trug einst einen mittelalterlichen Bergfried, der sicher damals die Burg dominiert hatte. Er wurde abgebrochen und seine Steine als Fundament für den Renaissancetrakt verwendet. Statt eines Turms als Zeichen der Herrschaft gab es somit einen Neubau, der sich an der Residenz Ferdinands I. in Wien orientierte. Erst Hans Wilhelm ordnete die Errichtung des noch heute weithin sichtbaren Turms als symbolischen Ersatz an. Als Schloß brauchte es jetzt keinen Wehrturm mehr, sondern ein repräsentatives Zeichen der Herrschaft.

Auf den Hund gekommen

Die umfangreichen Bauprojekte sprengten allerdings die finanziellen Möglichkeiten. Es blieb einzig der Weg des Schuldenmachens. Die Schatztruhe war leer und man sah den darin am Boden aufgemalten Hund.

Und so musste Hans Wilhelms Neffe die Schallaburg schließlich an seinen Schwiegervater Georg den Älteren von Stubenberg überschreiben. Damit endete die über 150-jährige Geschichte der Losensteiner als Besitzer der Schallaburg.

Terrakotta-Figuren dokumentieren die Lebensphilosophie

Heute ist die Weltsicht der Renaissance nicht mehr so einsichtig wie vor rund 400 Jahren. Der damalige Anspruch, die Tugendhaftigkeit zu erreichen, erscheint uns als aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts recht aufgesetzt, war aber ein reales Lebensziel. Das noch vollflächig farbenfroh dargestellt ist uns nochmals fremd und wurde während einiger Renovierungen in Bildern visualisiert.

Von den Tugenddarstellungen über Herkules bis zu einer eigenartigen Fabel reichen die detaillierten Darstellungen und geben uns, wenn wir uns darauf einlassen, ein reichhaltiges Bild des damaligen Selbstverständnisses.

Die Kunst wie wir sie heute verstehen oder diskutieren unterscheidet sich grundsätzlich von der klaren Sichtweise der Antike und Renaissance. Die damaligen sieben freien Künste waren wissenschaftliche und technische Kunstfertigkeiten, die zum Bildungsziel freier Bürger wurden.

Mit dem Terrakotta-Portäts, die antiken Münzbildern nachempfunden sind, wollte man die Tugenden des Adels und die eigenen Verbindungen zum Kaiserhaus in Erinnerung rufen.

Libri Prohibiti oder: die Grenzen der Meinungsfreiheit

Die Erfindung der Druckerpresse und die Verbreitung der deutschsprachigen Luther-Bibel führte dazu, daß immer mehr Menschen lesen lernten. Das war nicht im Sinne der katholischen Kirche und daher wurden viele Bücher und Schriften konfisziert und im Stift Göttweig in einem gesonderten Raum versperrt.

Die Mönche hatten auf diese „Libri Prohibiti“ (verbotene Bücher) ursprünglich nur mit Erlaubnis des Papstes und später nur zu Studienzwecken Zugang. Man musste ja verstehen,  wogegen man ankämpfte. Diese Exemplare geben aber heute durch die handschriftlichen Notizen der jeweiligen Besitzer Auskunft über Ereignisse in der Familie wie Taufen oder Sterbefälle, aber genauso über Erdbeben oder Brandkatastrophen. So erfahren wir viel über das Leben der „gewöhnlichen“ Menschen der Renaissance im heutigen Gebiet von Niederösterreich.

Alchemie und Wissenschaft

Ein besonders interessantes Ausstellungsdetail sind einige Stücke der über 1000 Fundstücke des Alchemistenlabors aus dem Gut Oberstockstall jenseits der Donau. Sie dienten zu alchmistischen und pharmazeutischen Experimenten und ist nach Aussage von Fachleuten eines der besten Beispiele eines Laboratoriums auf der Schwelle zur neuzeitlichen Chemie.

Persönliches Fazit

Die Schallaburg prägt mein Interesse für Geschichte, bildende Kunst und Architektur schon seit meiner Schulzeit. Bereits bei der ersten Ausstellung 1974 „Renaissance in Österreich“ war ich einer der mehr als 320.000 Besucherinnen und Besucher und so begleitet mich dieses Schloß bis heute.

Die Schallaburg ist aber auch eng mit der Geschichte des niederösterreichischen Radios verbunden, von 1976 bis 1999 produzierte und moderierte der legendäre Willy Kralik das wöchentliche Hörfunkquiz „Turnier auf der Schallaburg“, das lange Zeit auch von mir immer wieder verfolgt wurde.

Mein kleiner Bericht von der Schallaburg, der hoffentlich keine sachlichen Fehler enthält und Appetit auf dieses Juwel machen soll ist damit zu Ende. Ich bin aber den an meinen Motorradtouren interessierten Lesern noch die Routen der Hin- und Rückfahrt schuldig und löse das hier ein.

Die Rückfahrt führte mich an der Wallfahrtskirche Maria Steinparz, wo man nebenan auch sehr gut essen kann, vorbei und weiter über Weinburg, Ochsenburg durch das Hügelland südlich von St.Pölten ins Laabental und dann über St.Corona am Schöpfl wieder ins Triestingtal-

Kurviger Links zum Download der Routen:

Zur Schallaburg | Kurviger

Von der Schallaburg | Kurviger

Links

https://www.schallaburg.at/de/
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schallaburg
https://www.schallaburg.at/de/renaissance-2024/raum-1-de
https://www.derstandard.at/story/3000000215611/renaissance-schau-auf-der-schallaburg-aufbruch-und-selbsterkenntnis
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hohe_Schule_Loosdorf
https://www.kulturundwein.com/alchemist.htm?nocache=1377362337
https://noe.orf.at/stories/3251734/

Motorradwandern im südlichen Niederösterreich

Da ich jetzt schon seit fast einem Monat nicht mehr auf meiner Crosstourer gesessen bin, beschloss ich, der Hitze geschuldet, nur in der näheren Umgebung, daß heißt im südlichen Niederösterreich, das von unserem Tourismusmarketing auch als die „Wiener Alpen“ bezeichnet wird, ein bisschen herumzufahren.

Mit der schon manchmal erwähnten „Kurviger-App“ machte ich am Abend eine grobe Planung und so wurden es gute 130 km auf kleinen und kleinsten Straßen, die ich teilweise selbst noch nie gefahren war, immer wieder mit Blick auf den Schneeberg oder die Hohe Wand.

Ich weiß, es gibt auch in meinem Bekanntenkreis Menschen, die solche Strecken mit dem Biobike machen, wenn dabei auch rund 2600 Höhenmeter zusammenkommen. Das wäre mir ehrlicherweise auch mit dem E-Bike zu viel, aber mit dem Motorrad macht es Spaß.

Bekannte Strecken und unbekannte Abstecher

Zuerst ging es ins Triestingtal bis Pottenstein und über den Hals nach Pernitz, eine Strecke, die alle kennen die schon einmal auf einen „Topfinger“ in die Kalte Kuchl gefahren sind.

Dieses Bild eines Topfingers aus der Kalten Kuchl dient nur zur Erklärung und stammt aus meinem Archiv

Dort wollte ich aber nicht hin, sondern durchquerte in Pernitz das Piestingtal um über die Dörfer Neusiedl und Waidmannsfeld vorbei am Brandackerkreuz und die Ochsenheide zur L138 und hinaus nach Reichenthal wieder im Piestingtal zu landen.

Talauswärts ging es dann bis Waldegg, wo ich wieder rechts abbog und die kleine Straße nach Dürnbach und über die Dürnbacher Höhe, vorbei an Bergbauernhäusern nach Miesenbach fuhr.

Von Miesenbach führt die Straße über den Ascher nach Puchberg am Schneeberg, aber vorher hatte ich noch Lust auf zwei kleine Abstecher, die zuerst beide als Runde in Kurviger erschienen sind. Zuerst zweigte ich rechts ab Richtung Dürre Wand, wo die noch asphaltierte einspurige Straße gleich mit einigen Spitzkehren rasch Höhe gewann.
Nach einigen Häusern und einer Walddurchfahrt öffnete es sich und ein Bauernhof lag vor mir. Da endete aber auch die asphaltierte Straße.

Schotterfreuden bis an eine Sperre zwangen zur Umkehr

Eine Enduro will von Zeit zu Zeit auch etwas Schotter unter den Reifen und ich fuhr weiter, weil auch das Navi anzeigte,  daß es auf der anderen Seite wieder hinunter zur Hauptstraße gehen sollte. Nach einigen Haarnadelkurven durch den Wald lag am Bergrücken eine Almwiese mit traumhaftem Ausblick.

Der Forstweg schlängelte sich einige Kurven hinunter, dann war aber Schluß, der Weg ist wegen Schlägerungsarbeiten gesperrt. Hier müssen die 285 kg Leergewicht der Crosstourer in diesem Schotter-Sägespan Gemisch mehr oder weniger auf der Stelle umgedreht werden, in der Hoffnung dabei nicht umzufallen. Alles ging gut und beim Hinauffahren fiel mir auf, daß ich doch noch zu wenig Profi bin, um auch solche Situationen auch mit der Kamera festzuhalten.

Wieder unten an der Bundesstraße zweigte ich nach einigen hundert Metern auf die andere Seite des Tales ab, hier führte eine Straße hinauf Richtung Scheuchenstein, doch sie entpuppte sich oben als Privatstraße und ich musste umdrehen. Hier konnte ich aber vorher noch einige Bilder der imposanten Umgebung machen.

Fake-Bären und die längste Zahnradbahn Österreichs

Dann ging es die Bundesstraße weiter den Ascher hinauf, das ist die Straße, wo im Juni 2023 angeblich ein Bär neben der Fahrbahn gefilmt wurde was sich aber rasch als Fake herausstellte. Näheres dazu findet ihr in den Links. Die wunderschönen raschen Kurven führen den Pass hinauf und nach Puchberg am Schneeberg hinunter, wo ich mir im Kaffeehaus neben der Talstation der Schneebergbahn mit Blick auf die „Hatscherte Kathl“* einer der alten Dampfloks der Zahnradbahn, einen Eiskaffee gönnte.

Nach dieser um 9:30 schon notwendigen kulinarischen Abkühlung führte mich das Navi wie gestern programmiert hinaus nach Grünbach, wo die nächste kleine Straße wartete, diesmal übers Rosental und weiter über den Berg nach Gutenmann und danach auf die Bundesstraße B26 Richtung Neunkirchen.

Imposante Felsen der Flatzer Wand und der Hohen Wand

Hoch über dem Tal liegt die Burg Stixenstein, durch dessen Tor die Bundesstraße führt. Dahinter befindet sich einer der Eingänge in den Naturpark Sierningtal-Flatzer Wand, einem empfehlenswerten Wandergebiet in den Gutensteiner Alpen.

Weiter ging es über Sieding, von wo es ebenfalls eine schöne kleine Verbindung Richtung Bürg und Priglitz gibt, durch St.Johann im Steinfeld bis Ternitz. Hier bog ich links Richtung Mahrersdorf und weiter nach Flatz ab.

Hinter der Kirche von Würflach, dem östlichen Eingang zur Johannesbachklamm, zeigten sich schon die Felsen der Hohen Wand. Kurz vor Willendorf öffnete sich der Blick nach vorne auf die Hohe Wand und rechts auf die „Neue Welt“, vereinfacht ist das die Ebene zwischen Hoher Wand und Wr.Neustadt.

Zwischen Maiersdorf und Stollhof ganz am Fuß der Hohen Wand fiel mein Blick hinauf über die Felswand zum Skywalk, über dem gerade zwei Paragleiter ihre Kreise im dunkelblauen Himmel zogen. An manchen Abenden mit der passenden Thermik können hier schon 15 bis 20 Gleitschirme in der Luft sein.

Vom letzten Babenberger bis zum Refugium experimenteller Kunst

Da es immer heißer wurde, wollte ich am kürzesten Weg heim und raus aus der heißen Motorradkluft, daher ging es über Muthmannsdorf nach Dreistetten, von wo man einen tollen Blick auf die Ruine Starhemberg hat. Sie war jahrelang hinter hohen Bäumen versteckt, aber jetzt hat es sich ein Verein zur Aufgabe gemacht, den ehemaligen Wohnsitz von Friedrich dem Streitbaren, des letzten Babenbergers, zu sanieren und möglichst sanft und nachhaltig öffentlich zugänglich zu machen.

Über Markt Piesting und den „Hart“ ging es einige Serpentinen hinauf und über die Kapelle des sog. Stadtkreuzes nach Aigen und weiter am Symposium Lindabrunn vorbei, einem ehemaligen Bildhauersymposium mit vielen Skulpuren in der Landschaft. Die heutige künstlerische Leitung befasst sich aber zeitgemäß mit experimenteller und digitaler Kunst.

Einige Bilder aus meinem Archiv vom Symposium Lindabrunn mit dem Tor der Erkenntnis

Entschleunigung beim Fahren ermöglicht den Blick auf die Schönheiten meiner näheren Heimat

Von Lindabrunn waren es dann nur mehr wenige Kilometer bis nachhause und ich rekapitulierte diese Morgenausfahrt.
Diesmal stand nicht der Kilometerfrass im Vordergrund, sondern eine Wanderung, wenn auch mit dem Motorrad, durch das südliche Niederösterreich mit einer Reihe von Naturschönheiten und historischen Punkten.

Neue Rekorddurchschnittsgeschwindigkeiten lassen sich so nicht aufstellen, aber der Blick dabei in die Landschaft entschädigt einen Pensionisten wie mich dafür mehr als genug.

Dem Wandern entsprechend sind die meisten Fotos direkt vom Rücken der Crosstourer gemacht worden, nur für einige wenige bin ich abgestiegen und einige sind aus meinem Archiv.
Wie meist, findet ihr die Route auf kurviger.de :
https://kurv.gr/f6fVJ

Natürlich macht die Route auch Spaß, wenn man sich nur auf die Kurven und Pässe konzentriert, anschauen kann man vieles ja extra auch!

* Die Hatscherte Kathl:

Für die nicht österreichisch sprechenden Freunde übersetzt: die gehbehinderte Katharina. Das ist der Spitzname der Dampflok der Schneebergbahn, der ihr wegen ihrer Bewegung auf der längsten Zahnradbahn Österreichs liebevoll gegeben wurde. Sie fährt derzeit noch immer an den Wochenenden mit 2 Waggons auf den Berg. An der Talstation ist ihr mit einer zweiten Lok ein Denkmal gesetzt.

Links

Zum Fake-Bären: https://noe.orf.at/stories/3212349/


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schneebergbahn_(Zahnradbahn)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/N%C3%96SBB_Salamander
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Burg_Stixenstein
https://www.naturpark-sierningtal-flatzerwand.at/
https://neunkirchnerhaus.naturfreunde.at/
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gutensteiner_Alpen
https://www.niederoesterreich.at/ausflugsziele/a-johannesbachklamm-wuerflach
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neue_Welt_(Nieder%C3%B6sterreich)
https://www.wieneralpen.at/ausflugsziele-in-den-wiener-alpen-entdecken/a-naturpark-hohe-wand-skywalk
https://www.burgruine-starhemberg.at/willkommen
https://symposion-lindabrunn.at/

Schon wieder 6 Monate als mitteilungsbedürftiger Pensionist

Why do you blog?

Diese Frage habe ich mir eigentlich so nie gestellt. Bei meiner Pensionierung sind einige ehemalige Kollegen mit der Idee gekommen, daß ich sie irgendwie an meinen geplanten Erlebnissen mit dem Motorrad teilhaben lasse.

Nach ziemlich genau 6 Monaten und über 30 Beiträgen mit unterschiedlichsten Inhalten, von Urlaubserlebnissen auf Sizilien über Motorradtouren bei Schlechtwetter und Hitze, über Alpenpässe, durch die Dolomiten, E-Bike Touren gemeinsam mit meiner Frau oder über  diverse Ausstellungen und Museen und mein Elektroauto, bin ich überrascht vom Interesse an meinen Texten.

In diesen 6 Monaten hatte ich fast 3500 Zugriffe aus der halben Welt, obwohl ich keine besondere Werbung außer über Facebook und LinkedIn mache. Immer wieder werde ich von Bekannten, mit deren Interesse ich gar nicht gerechnet habe, angesprochen,  die sich jedes Mal auf das Mitlesen freuen.

Es ist zeitlich sehr viel aufwendiger als ursprünglich gedacht, aber das Schreiben, Fotografieren und Recherchieren, ja auch das ist notwendig, macht Spaß und hält geistig fit.

Weil es für mich Freude machen soll, sind die Themen auch nicht wirklich festgelegt und daher gibt es auch keine exakte Zielgruppe, für die ich schreibe. Ich habe und werde vermutlich auch nie Kooperationen haben, da das die Abhängigkeit und den Druck erhöht.

Genau das wollte ich aber nach dem Arbeitsleben nicht mehr haben, die Unabhängigkeit und Freiheit mit recht wenigen Einschränkungen ist mir sehr wertvoll.

Und so werde ich weiter schreiben,  was mich freut und bewegt. Wer daran interessiert ist, ist gerne weiter eingeladen, mitzulesen, was ein mitteilungsbedürftiger Pensionist loswerden will. Ein riesiges Danke natürlich an alle, die schon bisher mitlesen!

Zürcher Geheimtipp: Polizeiwache als Gesamtkunstwerk

Bild: http://www.zuerich.com/sites/default/files/web_zuerich_giacometti_halle_1280x960_28907.jpg

Die Regionalwache City der Zürcher Stadtpolizei ist wahrscheinlich das einzige Polizeigebäude auf der ganzen Welt, wo die Besucher sogar Eintritt zahlen würden, wenn sie müssten. So ist es aber nur notwendig, am Treffpunkt vor dem Gebäude zu warten, bis die Führerin die interessierten Besucherinnen und Besucher hineinführt und ein Zeitlimit von rund 15 Minuten setzt.

Wir wollten das schon seit Jahren sehen und bei unserem letzten Zürich-Besuch war es endlich soweit. Schon das Amtsgebäude ist von außen interessant. Es geht auf ein 1765 bis 1771 von Gaetano Matteo Pisoni erbautes Waisenhaus zurück. 1911 bis 1914 wurde dieses nach Plänen von Gustav Gull mit einem Querbau ergänzt und dient seither Verwaltungszwecken. Das Gebäude bildet mit den weiteren Amtshäusern ein prägendes Ensemble der Zürcher Innenstadt. Um Platz zu sparen, wurde das ehemalige Kellergewölbe zum Eingangsbereich umfunktioniert. 

Die Giacometti-Fresken in der „Blüemlihalle“

Da das Gewölbe auch für eine Polizeiwache recht düster war, startete die Stadt Zürich 1922 einen Wettbewerb zur Ausmalung der Eingangshalle. Augusto Giacometti (1877 – 1947) gewann den Wettbewerb mit Abstand. Sein Entwurf in warmen Rot- und Ockertönen wurde von 1923 bis 1925 in der Al-Fresco- und Al-Secco-Technik ausgeführt.

Mit diesem Fresko beherbergt die Regionalwache City der Zürcher Stadtpolizei eines der bedeutendsten Kunst- und Bau-Werke der Stadt. Die Decken- und Gewölbemalereien bestehend aus Blumenornamenten, die namesgebend für die Blüemlihalle sind, und geometrischen Mustern, an den Wänden sind arbeitende Menschen dargestellt: Steinhauer und Zimmerleute stehen für das Handwerk, Astronomen und Magier vertreten die Wissenschaft.

Nach der Renovierung 2019 und 2020 erstrahlen die Fresken wieder im originalen Glanz und locken tausende Besucher pro Jahr aus der ganzen Welt in die Eingangshalle der Polizeiwache.

Wenn draußen die Sonne scheint, erstrahlt das Kunstwerk nochmals farbenprächtiger und überwältigt die eintretenden Besucher. Neben dem Schauen und Staunen ist auch das private Fotografieren erlaubt und so halte auch ich die Eindrücke mit der Handykamera fest.

Wenn man an bildender Kunst oder ganz einfach an wunderschönen optischen Eindrücken interessiert ist, ist dieses Kleinod mehr als wert besucht zu werden und kann von uns nur empfohlen werden.

Details zum Künstler

Augusto Giacometti( (1877–1947) schuf 1933 die Chorfenster im Grossmünster sowie 1945 ein Kirchenfenster im Fraumünster in Zürich. Er entstammte der berühmten Malerdynastie Giacometti, welcher auch Giovanni Giacometti sowie der Bildhauer Alberto Giacometti angehörten.

Im Fraumünster hat sich noch ein weiterer bedeutender Künstler verewigt, dazu kommt später sicher noch ein extra Blog.

Links

https://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/das_departement/giacometti_halle.html

https://openhouse-zuerich.org/orte/augusto-giacomettis-blueemlihalle-2/

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Augusto_Giacometti